VDEW fordert Unterstützung für alle Kohlekraftwerke

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Eckhard Schulz, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke (VDEW), Frankfurt am Main, kritisiert die von der Bundesregierung geplante Förderung der Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen der Stadtwerke.


Die Beschränkung der Förderung auf Stadtwerke, die mehr als 25 Prozent des Stroms in KWK-Anlagen erzeugen, sei wettbewerbsverzerrend. Die VDEW fordere deshalb, dass alle Kohlekraftwerke, die in den vergangenen Jahrzehnten gebaut wurden, weil sie politisch erwünscht waren, berücksichtigt werden. Kontraproduktiv sei in diesem Zusammenhang die von der Koalition beschlossene Freistellung der Gas-Kondensationskraftwerke von der Mineralölsteuer.


Grundsätzlich bewertete Schulz die geplante Förderung jedoch positiv: "Durch den harten Preiswettbewerb im deutschen Strommarkt ist das Überleben vieler, mit effizienter Umweltschutztechnik ausgerüsteter Kohlekraftwerke in Frage gestellt. Die Absicht der Bundesregierung, kohlebefeuerte Kraft-Wärme-Kopplungs(KWK)-Anlagen zu unterstützen, ist volkswirtschaftlich sinnvoll. Die vorgesehene Befristung, anlagenspezifische Ausrichtung und schrittweise Rückführung der Wettbewerbshilfen ist marktkonform."