Marktfähig machen

VDEW: Europaweites Fördersystem für Erneuerbare nötig

Das Ziel des Umweltministers zum Ausbau erneuerbarer Energien sei zwar ambitioniert, aber machbar, so die Einschätzung des VDEW. Dazu müssten aber die Förderungen nach dem EEG überarbeitet werden. Außerdem spricht sich der Verband für ein europaweit einheitliches Fördersystem alternativer Energien aus.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (red) - Nach den Berechnungen der VDEW-Studie 2030 reichen die jetzigen Förderinstrumente "nicht aus, um die Erneuerbaren auch marktfähig zu machen", erklärte Roger Kohlmann, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW). Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist nach Ansicht des VDEW grundsätzlich ein effektives Förderinstrument, um Regenerativ-Anlagen überhaupt im Markt zu etablieren. Jedoch sei es nun an der Zeit, die bisherige Förderung durch das EEG zu korrigieren.

Erneuerbare Energien sollten so rasch wie möglich ohne Subventionierung kostendeckend arbeiten. "Nur dann können sie gleichberechtigt neben den herkömmlichen Energieträgern ihren Platz in einer nachhaltigen Energieversorgung finden", erläuterte Kohlmann. Diese Chance böte jetzt die von der Bundesregierung geplante Novellierung des EEG.

Damit die Erneuerbaren langfristig einen relevanten Beitrag zur europäischen Energieversorgung leisten könnten, sollten sie sie effizienter - das heißt an den günstigsten Standorten - genutzt werden. "Warum sollte es nicht Anreize für ein deutsches Unternehmen geben, eine Photovoltaikanlage in Portugal zu bauen", so Kohlmann. Ziel müsse schließlich sein, pro Förder-Euro ein Maximum an Klimaschutz zu erzielen. Die deutsche Elektrizitätswirtschaft schlage deshalb die Einführung eines europaweit einheitlichen Fördersystems vor.

Nach VDEW-Schätzungen stieg die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2007 um gut 34 Prozent auf 41,6 Milliarden Kilowattstunden. Damit liege der Anteil der erneuerbaren Energien an der deutschen Stromproduktion derzeit bei 13,3 Prozent (Vorjahr: 9,7 Prozent).