Klima und Industriestruktur entscheidend

VDEW: Europäer nutzen Strom unterschiedlich

Der Verband der Elektrizitätswirtschaft hat eine Statistik zum europäischen Stromverbrauch veröffentlicht: Danach verbraucht der durchschnittliche europäische Einwohner etwa 6500 Kilowattstunden Strom pro Jahr. In Deutschland sind es pro Einwohner sogar nur 6080. Die Unterschiede liegen u.a. in der Industriestruktur begründet.

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Etwa 6500 Kilowattstunden beträgt der jährliche Stromverbrauch je Einwohner in Europa. In Deutschland liegt der statistische Pro-Kopf-Verbrauch mit 6080 Kilowattstunden Strom unter diesem europäischen Mittel. Das meldet der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) nach jüngsten Daten für 2000.

Als wichtigste Gründe für die Unterschiede beim Stromverbrauch je Einwohner in den einzelnen Ländern nennt der Branchenverband die Industriestruktur, den Entwicklungsstand der Volkswirtschaft aber auch Klimaeinflüsse. Weitere Faktoren, so VDEW, seien verfügbare Energiequellen, die Ausstattung mit Elektrogeräten und Elektroheizungen, sowie der rationelle und effiziente Energieeinsatz.

Gesamter Stromverbrauch 2000, bezogen auf die Zahl der Einwohner in Kilowattstunden: Norwegen: 24 990, Schweden: 15 170, Finnland: 14 730, Luxemburg: 13 150, Belgien: 7670, Schweiz: 7310, Frankreich: 6920, Österreich: 6530, Niederlande: 6310, Dänemark: 6070, Deutschland: 6080, Großbritannien: 5660, Irland: 5520, Spanien: 4970, Italien: 4850, Griechenland: 4090 und Portugal: 3870.