Keine Überhöhung

VDEW: Entgelte für Nutzung der Stromnetze spiegeln Kosten

Der Verband der Energiewirtschaft hat erneut betont, dass die derzeit veranschlagten Entgelte für die Nutzung der Stromnetze die Kosten des Netzbetriebs widerspiegeln.Das Kalkulationsschema sei anerkannt und transparent, führt der VDEW aus. Insbesondere die neuen Anbieter kritisieren die Entgelte immer wieder als überhöht.

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"Die Entgelte für die Nutzung der Stromnetze spiegeln die Kosten des Netzbetriebs wider. Zur Ermittlung der Preise für die Netznutzung bietet die Verbändevereinbarung Strom mit dem Kalkulationsleitfaden eine betriebswirtschaftlich fundierte Grundlage. Damit steht den rund 900 Netzbetreibern ein bundesweit einheitliches und von Gutachtern anerkanntes Kalkulationsschema zur Verfügung." Mit diesen Worten reagierte Eberhard Meller, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW), auf die immer wiederkehrenden Forderungen nach einer Senkung der Netznutzungsentgelte.

In der aktuellen Fassung der "Verbändevereinbarung Strom II plus" seien die Bedingungen für den Zugang zu den Stromnetzen geregelt. Der einvernehmlich mit den Stromverbrauchern vereinbarte Leitfaden liefere Grundlagen zur Ermittlung von Kosten und Preisen der Netznutzung, machte Meller weiterhin die aktuelle Position seines Verbandes deutlich. Die Praxis schaffe Transparenz und werde durch die Landeskartellbehörden sowie das Bundeskartellamt wirksam kontrolliert, zeigte er sich vom funktionieren überzeugt.

"Hinter dem Kalkulationsleitfaden der Verbändevereinbarung", so Meller, "steht ein geschlossenes betriebswirtschaftliches System. Wer Teile davon wie die angemessene Verzinsung von Netzinvestitionen in Frage stellt, gefährdet nicht nur die Verbändevereinbarung sondern auch die Versorgungssicherheit." Die Kosten des Netzbetriebs seien regional sehr unterschiedlich. Das spiegele sich in den Netzpreisen wider. Zu den wichtigsten Gründen für Kostendifferenzen zählten die Verbraucherdichte, das Transportvolumen pro Kilometer und der Grad der kostenaufwändigen Verkabelung.

"Von 1991 bis 2001 hat die Branche mit rund 34 Milliarden Euro die Hälfte ihrer Investitionen in den Netzbetrieb gesteckt", erklärte Meller. Eine solide Netzinfrastruktur sei eine entscheidende Grundlage für die dauerhafte Sicherheit der Stromversorgung. Das eingesetzte Kapital werde im Netzbereich für 30 bis 50 Jahre gebunden.