Europäischer Strommarkt

VDEW: Deutsche Strompreise wegen Energiemix im Mittelfeld

Aufgrund der positiven Auswirkungen des Energiemixes sind in Deutschland im vergangenen Jahr die Strompreise weniger stark gestiegen als im Durchschnitt der Europäischen Union (EU), so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) Roger Kohlmann.

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Berlin (red) - "Während die Strompreise für Haushalte in den 25 Mitgliedsstaaten zwischen Januar 2005 und Januar 2006 durchschnittlich um 4,6 Prozent stiegen, waren es in Deutschland nur 2,6 Prozent", so Kohlmann in Berlin. Die Strompreise für Industrie hätten sich nach Angaben von Eurostat EU-weit im Durchschnitt um 15,5 Prozent; in Deutschland um 10,1 Prozent erhöht.

"Die deutschen Strompreise liegen damit im europäischen Vergleich im Mittelfeld", betonte Kohlmann. Das zeige, dass der Strommarkt in Deutschland funktioniere. Der ausgewogene Energiemix hierzulande habe zu einer Begrenzung des Preisanstiegs beigetragen. "Der Aufwärtstrend bei den Strompreisen ist europaweit zu beobachten. Ein wesentlicher Grund dafür sind die für die Stromunternehmen gestiegenen Beschaffungskosten, die auf die erhöhte Energienachfrage weltweit zurückzuführen sind", erläuterte der stellvertretende VDEW-Hauptgeschäftsführer.