Interview

VDEW-Chef Brinker im "Tagesspiegel": Strompreise müssen steigen

Damit die Stromversorger künftig neue Kraftwerke bauen können, müssen die Strompreise weiter angehoben werden. Dies kündigte Werner Brinker, Vorsitzender des Verbands der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" an. Die gestiegenen staatlichen Abgaben seien dennoch der Hauptgrund für den Preisanstieg.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

In einem Interview mit der Berliner Zeitung "Der Tagesspiegel" kündigte VDEW-Chef Werner Brinker eine weitere Erhöhung der Strompreise an. Die Preise reichten jetzt nicht mehr aus, um neue Kraftwerke zu bauen. Um die neue Investionen aber finanzieren zu können, müssten die Strompreise "leicht angehoben werden".

Brinker gab der Ökosteuer, dem Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz dafür die Hauptschuld. "Ohne diese vom Staat verordneten Belastungen liegen die Strompreise heute um 20 Prozent unter denen des Jahres 1999", sagte er dem Blatt. Gleichzeitig verkündete er, dass auch bei einem Regierungswechsel eine radikale Änderung der Energiepolitik nicht stattfinden wird.