Effizienzsteigerung nötig

VDE-Studie prognostiziert steigenden Stromverbrauch

Durch den vermehrten Einsatz elektrischer Geräte wird der Stromverbrauch in Deutschland bis 2025 um etwa 30 Prozent steigen, schätzt der VDE. Nur eine extreme Effizienzsteigerung könne diesen Trend umkehren. Wichtig sei jedoch die Aufklärung von Verbrauchern für ein energiebewusstes Verhalten.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Frankfurt am Main (red) - Würden alle vorhandenen Technologiepotenziale genutzt und nicht mehr Elektrogeräte eingesetzt als heute, könnte der Stromverbrauch bis 2025 um etwa 40 Prozent sinken. Ein "weiter wie bisher" würde den Bedarf dagegen um 60 Prozent steigen lassen. Unter der Annahme realistischer Verbrauchs- bzw. Effizienzprognosen wird er der VDE-Studie "Effizienz- und Einsparpotentiale elektrischer Energie in Deutschland" zufolge um rund 30 Prozent zulegen. Bei diesem Szenario wird eine deutlich verbesserte Effizienz bei der Stromnutzung durch den Mehrverbrauch bei neuen und zusätzlichen Anwendungen kompensiert.

Große Effizienzpotentiale sieht der Verband in der Kraft-Wärme-Kopplung, die bis zu 30 Prozent Primärenergie einsparen könnte. Bei einer Erhöhung der Wirkungsgrade von Kleinmotoren in den rund 100 Millionen Haushaltsgeräten rechnet der VDE mit Einsparungen von 8,2 Terawattstunden pro Jahr. Durch den Einsatz verbrauchssparender Geräte und energiesparendes Verhalten ließen sich allein die Stand-by-Verluste in den Haushalten um 5-10 Terawattstunden reduzieren, was 1-2 Prozent des gesamten Stromverbrauches entspricht.

Notwendig seien nicht zuletzt die Aufklärung von Verbrauchern und Veränderungen von Gewohnheiten und Verhalten. Dadurch ließen sich kurzfristig 10-15 Prozent Strom in den Haushalten sparen.