Investitionen erforderlich

VDE-Studie: Im Stromnetz drohen Engpässe

Um die gewohnte Versorgungssicherheit auch weiterhin zu gewährleisten, müssen die deutschen Versorger in den kommenden Jahren massiv in ihre Stromnetze investieren. Das hat der VDE in einer neuen Studie herausgefunden und dazu auch gleich den Handlungsbedarf ermittelt.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Frankfurt/Main (red) - Das deutsche Stromnetz muss "fit" für die Zukunft werden. Die Investitionen in die deutsche Stromversorgungssystem haben seit den 80er Jahren um knapp 40 Prozent abgenommen, die durchschnittliche Ausfallzeit ist 2004 von zuvor 15 Minuten auf 23 Minuten pro Jahr gestiegen. Durch den ansteigenden Einsatz regenerativer Energien erreichen die Netze zunehmend ihre Kapazitätsgrenze, wodurch die Gefahr von Engpässen und Blackouts zunehme. Zu diesen Ergebnissen kommt die neue VDE-Studie zur Versorgungsqualität.

"Vermehrt kleine Erzeuger, viel Wind und der weit weg - auf diese Parameter der Stromerzeugung müssen die Netze eingestellt werden", kommentierte der Vorsitzende der Energietechnischen Gesellschaft im VDE, Prof. Wolfgang Schröppel. Die frühere homogene Verteilung von Last und Erzeugung gebe es so nicht mehr. Schröppel forderte deshalb ein Aufrüstungsprogramm in IT und Leistungselektronik, da die künftigen Anforderungen nur mit intelligenter Netztechnik zu bewältigen seien. Laut VDE-Studie ist es auch wichtig, den Übertragungsnetzbetreibern Nutzungsentgelte und Netzrenditen zuzugestehen, die den zukunftsfähigen Ausbau und Betrieb der Netze ermöglichen.

Die Studie analysiert die Ursachen der zunehmenden Beanspruchung der Netze, ermittelt den Handlungsbedarf und gibt Empfehlungen, wie die Versorgungsqualität im deutschen Stromversorgungssystem effizient ermittelt, bewertet und langfristig optimiert werden kann.