Studie

VDE fordert Technologie- und Investitionsinitiative in der Energieversorgung

Der Verband stellt am Donnerstag in Berlin seine Studie "Dezentrale Energieversorgung 2020" vor. Darin kommt der VDE zu dem Schluss, dass eine Kombination von dezentraler und zentraler Energieversorgung nicht nur erheblich Energie spart, sondern auch Abhängigkeiten verringert.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Frankfurt/Main (red) - Die Kombination von dezentraler und zentraler Energieversorgung eröffnet große Potenziale zur Einsparung von Primärenergie, zur Reduktion der CO2-Emissionen und zur Verringerung der Importabhängigkeit. Sie ermöglicht die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien sowie der Kraft-Wärme-Kopplung und verringert die Netzverluste. Der Wirkungsgrad von Kraftwerken wird sich bis 2020 um weitere zehn Prozent verbessern.

Dies sind erste Ergebnisse der neuen VDE-Studie "Dezentrale Energieversorgung 2020", die der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik am 10. Mai 2007 in der Bundespressekonferenz in Berlin der Öffentlichkeit vorstellen will.

Aber: Mehr Strom aus Wind, Sonne und Biogas stellt auch neue Anforderungen an das Energiemanagement und die Stromnetze. Die Studie prognostiziert einen besonders hohen Investitionsbedarf in Netze, virtuelle Kraftwerke und die Aufrüstung der gesamten Stromversorgung mit Informationstechnik. 72 Prozent der Bundesbürger fordern laut einer repräsentativen VDE-Erhebung generell mehr Engagement in der Energietechnik.

Im Rahmen der genannten Pressekonferenz sollen Fragen zur dezentralen Energieversorgung der Zukunft, ihrer Wirtschaftlichkeit und ihr möglicher Beitrag zu Klimaschutz und Energieeffizienz angesprochen werden. Weiterhin will der VDE eine Prognose zum Strom- und Investitionsbedarf vorstellen sowie die Frage klären, ob "Intelligente Netztechnik" als künftiger Exportschlager dienen kann.