Europäischen Wasserrahmenrichtlinie

VBEW: Wasserkraft in Bayern trägt zum Klimaschutz bei

Wasserkraft sei in Bayern als zweitwichtigste Energiequelle von großer wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung. Daher fordert der VBEW, bei der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie die wirtschaftlichen Erfordernisse der Wasserkraftnutzung sowie ihren wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu berücksichtigen.

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München (red) - Auf dem 7. Wasserforum Bayern betonte der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) die Rolle der Wasserkraft im Hinblick auf die Zielsetzung der Bundesregierung zum Klimaschutz. Eine Reduzierung der Treibhausgase um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 lasse sich ohne gesicherten Fortbestand und Ausbau der Stromerzeugung aus Wasserkraft nicht realisieren. Die bayerischen Anlagenbetreiber erbringen durch einen umfassenden Natur- und Hochwasserschutz zudem vielfältige Aufgaben für die Gemeinschaft, so der Verband.

Schwerpunkt des Wasserforums war die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL). Diese muss nach Ansicht des VBEW Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und technische Aspekte gleichermaßen berücksichtigen. Wasserkraft bringt lokale Umweltschutzziele, wirtschaftliche Nutzung und eine nachhaltige Energieversorgung in ausgewogener Weise in Übereinstimmung.

Die bayerischen Betreiber von Wasserkraftanlagen unterstützen das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie eines "guten ökologischen Zustands" der Gewässer. Eine einseitige Orientierung am Naturschutz gefährdet jedoch nach Ansicht des Verbandes die Zukunft der Wasserkraft und deren Beitrag zu einer umweltschonenden Stromerzeugung sowie zum Hochwasserschutz. "Die Wasserkraft hat neben dem Klimaschutz auch viel für aktiven Naturschutz geleistet. Durch ihre Nutzung sind vielfach herausragende Naturschutzgebiete entstanden", erklärt VBEW-Geschäftsführer Dr. Christoph Praël.

Im Freistaat beträgt der Anteil der Wasserkraft an der Stromerzeugung rund 15 Prozent, ihr Anteil an der Erneuerbaren Stromerzeugung ca. 83 Prozent. Damit werden jährlich 12 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Vergleich zur gleichen Menge Strom aus Kohle vermieden, so der VBEW abschließend.