Voll teuer

VBEW-Tipp: Beim Vollbad tickt auch der Stromzähler

Der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) weist darauf hin, dass jedes Vollbad Geldbeutel und Umwelt belastet. Wenn man statt eines Vollbads nur duscht, kann man bei einem Durchschnittshaushalt rund zehn Prozent der jährlichen Stromkosten einsparen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

München (red) - Ein Vollbad ist ein teurer Spaß, Duschen dagegen spart Strom, Wasser und Geld. Im Vergleich zu einer Dusche benötigt eine Badewannen-Füllung die drei- bis vierfache Menge an Energie und Wasser. Hochgerechnet auf 100 Vollbäder, spart man beim Duschen rund 60 - 80 Euro Energie- und Wasserkosten ein. In einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3.500 kWh sind das etwa zehn Prozent der jährlichen Stromrechnung, so der VBEW.

Die Stromkostenersparnis durch Duschen macht sich besonders in Altbauten bemerkbar, in denen häufig Elektroboiler als Warmwasserspeicher im Einsatz sind. Während für ein Vollbad oft eine Boilerfüllung nicht ausreicht, benötigt man für eine erfrischende Dusche nur einen Teil des Heißwassers. Deutlich effizienter und damit sparsamer als die elektrischen Warmwasserspeicher, die einen Teil der Energie als Wärme ungenutzt abgeben, sind elektrische Durchlauferhitzer. Diese haben keine Bereitschaftsverluste.

Beim Duschen spart man nicht nur Stromkosten, man reduziert auch den Verbrauch kostbaren Trinkwassers. Bei einer durchschnittlichen Duschdauer von ungefähr sechs Minuten kann man dreimal duschen, um die Energie und das Wasser zu verbrauchen, dass man für nur ein Wannenbad benötigt. Duschen schont also Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen.