Standpunkt

VBEW: Stromverbraucher zahlen 1,8 Milliarden Euro an den Staat

Der Staat benutze die Energiewirtschaft als Geldeintreiber für einen Schattenhaushalt. Mit diesen Worten kritisierte der Verband der Bayrischen Elektrizitätswirtschaft die Steuerpolitik der Bundesregierung und fordert weniger Bürokratie, effizientere Gesetze und eine Verringerung der Zusatzlasten für den Stromkunden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Fast eine Milliarde Euro wird die Okösteuer auf Strom die Verbraucher allein in Bayern in diesem Jahr kosten. "Statt Kunden und Wirtschaft in schwierigen Zeiten zu entlasten, agiert der Staat als Preistreiber", kritisiert der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft. Er unterstützt deshalb die Aktionen der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft "Jetzt reicht's" und "Aufbruch jetzt".

Der Staat benutze die Energiewirtschaft als Geldeintreiber für einen Schattenhaushalt. Die politischen Kosten machten heute bereits 40 Prozent des Strompreises aus und der Anteil werde weiter steigen, so der VBEW. "Die Stromverbraucher zahlen nicht nur direkt über ihre persönliche Steuerpflicht, sondern auch indirekt über den Strom immer mehr Geld an den Staat." Deutschland drohe so zu einem Stromhochpreisland zu werden. "Diese Entwicklung belastet Privatkunden, Gewerbe und Industrie. Sie trifft den Wirtschaftsstandort Bayern und damit bayerische Arbeitsplätze. Immer neue Regelwerke führen zu steigender Bürokratie, die insbesondere den mittelständischen Energieversorgungsunternehmen das Leben schwer macht", beschwert sich der Verband. Er fordert deshalb weniger Bürokratie, effizientere Gesetze und eine Verringerung der Zusatzlasten für den Stromkunden.