Nur Grundversorgung teurer

VBEW: Strompreise in Bayern durchschnittlich leicht gesunken

Nach Wegfall der Genehmigungspflicht der Stromgrundversorgungstarife seien Strompreiserhöhungen zur Mitte des Jahres in Bayern weitgehend ausgeblieben. Für die bayerischen Haushalte seien die Preise im Durchschnitt sogar leicht gesunken, so der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW).

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Verbraucherschützer und Politik kritisierten im Hinblick auf die vor einigen Tagen veröffentlichen Preistabellen, die Stromversorger würden das Auslaufen der Preisaufsicht zu massiven Preiserhöhungen nutzen. Nach Ansicht des VBEW sin dies allerdings nur vereinzelte Fälle, für die es spezifische Gründe gibt. "Bei genauerem Hinschauen sind die Haushaltspreise im Durchschnitt leicht gesunken", so der VBEW-Geschäftsführer Dr. Christoph Praël.

Preissteigerungen hat es bei den Grundversorgungstarifen gegeben. Allerdings bieten die Versorger neben diesen eine breite Produktpalette für den Strombezug an, die an die Gegebenheiten des Kunden angepasst und deshalb meist günstiger sind. Im Schnitt wurden die Preise der Stromprodukte zum 3. Quartal 2007 bayernweit um etwa 0,28 Prozent gesenkt. Da die meisten bayerischen Haushalte solche "Produkte" ihres Versorgers gewählt haben, wird die durchschnittliche Preiserhöhung um 0,32 Prozent in der Grundversorgung mehr als kompensiert, meint der VBEW.

Versorger, die nicht zwischen Grundversorgungstarifen und Produkten unterscheiden, bieten meist ähnlich günstige Tarife an. "Preisvergleiche sind gut. Man darf aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und sollte sich deshalb bei seinem örtlichen Energieversorger beraten lassen", empfiehlt der VBEW.