Keine Schattenhaushalte

VBEW: Strom aus Sonne und Wind gibt es nicht zum Nulltarif

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz fördert die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien mit einem festgelegten Preis pro Kilowattstunde. Im vergangenen Jahr sind so Subventionen in Höhe von 1100 Millionen Euro bundesweit geflossen. Dennoch fordert der VBEW, dass diese Förderung nicht über den Strompreis erfolgen dürfe.

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Der durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geförderte Strom ist 2001 bundesweit um mehr als 30 Prozent gestiegen. Der Anteil an EEG-Strom beträgt somit knapp vier Prozent an der gesamten verkauften Strommenge, meldet der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW).

In Bayern hat insbesondere der Strom aus Windkraftanlagen zugenommen, die Wasserkraft stagniert auf einem im Bundesvergleich hohen Niveau. Die Subventionen nach dem EEG bezahle der Stromverbraucher über den Strompreis, sie würden allein in Bayern etwa 160 Millionen Euro betragen, bundesweit seien es etwa 1100 Millionen Euro.

In Bayern hat vor allem die Stromerzeugung aus Windkraft zugenommen. Die installierte Leistung beträgt derzeit etwa 111 Megawatt. Auch die Stromerzeugung aus Biomasse und Sonne steigt beständig. Trotz dieser Steigerungen bleibt der Anteil von Wind, Sonne und Biomasse an der gesamten Stromerzeugung in Bayern unter einem Prozent. Anders sieht es bei der Wasserkraft aus: 16 Prozent des bayerischen Stroms stammen aus heimischer Wasserkraft; 80 Prozent davon allerdings aus großen Wasserkraftwerken, die nicht durch das EEG gefördert werden.

Der VBEW befürwortet eine effektive, finanzielle Förderung erneuerbarer Energien. Die Förderung dürfe jedoch nicht über den Strompreis erfolgen und damit die Stromkunden belasten. Die Staatsquote am Strompreis betrage heute bereits 40 Prozent. "Subventionen müssen offen und transparent über den öffentlichen Haushalt und nicht über Schattenhaushalte finanziert werden", fordert daher der Verband.