Atom- und Wasserkraft

VBEW sieht Bayern als Vorreiter bei Klimaschutz

Ohne den großen Anteil CO2-freier Stromerzeugung aus bayerischen Kraftwerken kann die Bundesregierung ihr Klima-Ziel, das sie in Bali vertritt, nicht erreichen, meint der VBEW. Über 80 Prozent des bayerischen Stroms werden dem Verband zufolge CO2-frei erzeugt - mit Wasserkraft und Atomenergie.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) sehe in der Reduzierung des Kohlendioxids ein zentrales Thema beim Klimaschutz. Die bayerischen Stromversorger haben mit Investitionen in umweltschonende Kraftwerkstechnologien und regenerative Stromerzeugung die CO2-Emissionen pro Kilowattstunde in den letzten 30 Jahren um 80 Prozent des Wertes von 1976 gesenkt, so VBEW-Geschäftsführer Christoph Prael.

Insgesamt würden in dem Freistaat rund 20 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt. Wichtigste erneuerbare Energiequelle des Landes sei die Wasserkraft mit einem Anteil von 15 Prozent, auch die Energiegewinnung durch Biomasse sei noch deutlich ausbaufähig.

Darüber hinaus trage auch die Kernenergie in Bayern einen Löwenanteil an der klimaschonenden Stromerzeugung, so der VBEW. Der Verband fordert daher von der Politik eine Antwort auf die Frage, wie CO2-Emissionen beim Atomausstieg reduziert werden können. "Die CO2-freie Stromerzeugung aus Kernenergie kann durch erneuerbare Energien bei weitem nicht ersetzt werden", so Prael.