Unabhängig von Energieimport

VBEW: Rahmenbedingungen für Kraftwerksbau nötig

Elektrizitätserzeugung durch Kraftwerke in Verbrauchernähe ist traditioneller Bestandteil des bayerischen Konzeptes einer sicheren Versorgung mit Energie, erläutert der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) und setzt sich für den Erhalt und Ausbau der Kraftwerkstandorte im Freistaat ein.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Aktuell sind in Bayern laut VBEW-Angaben 15 größere Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von etwa 11.500 Megawatt im Einsatz, die rund 80 Prozent des bayrischen Stromverbrauchs decken. Durch die verbrauchernahe Erzeugung werde eine hohe Versorgungssicherheit gewährleistet, da die Risiken eines großflächigen Stromausfalles bei Ausfall überregionaler Netze oder Kraftwerke begrenzt werden.

Derzeit besteht der bayerische Energiemix überwiegend aus Kernenergie und Wasserkraft. Auch der Zubau von Biomasseanlagen trage zur Stromerzeugung bei, Biomasse decke derzeit zwei Prozent des Verbrauchs, langfristig seien 16 Prozent nutzbar. "Der Einsatz von Erneuerbaren Energien hilft, die zunehmende Abhängigkeit von Energieimporten zu bremsen, kann aber nicht den vorhandenen Erzeugungsmix ersetzen", bekräftigt VBEW-Geschäftsführer Dr. Christoph Prael.

Denn durch den geplanten Wegfall der Kernenergie bis 2022 entstehe ein großer Bedarf an Kraftwerkskapazitäten, wodurch nach Angaben des Verbands das mittel- und langfristige Investitionsvolumen mehrere Milliarden Euro beträgt. Damit das Land seine laut VBEW "hervorragende" CO2- und Schadstoffbilanz erhalten kann, komme es entscheidend darauf an, ob und mit welchen Technologien künftig Strom in Bayern erzeugt wird. Notwendig seien daher verlässliche politische Rahmenbedingungen, die einen unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten optimalen Erzeugungsmix erlauben.