Energieverbrauch

VBEW: Mehr CO2 durch Heizung oder Verkehr als durch Strom

Heizung und Verkehr produzieren in Haushalten mehr CO2, als durch Stromverbrauch entsteht. Entsprechend sind auch die Möglichkeiten, die Kohlendioxid-Emissionen ohne großen Aufwand zu verringern, in diesen Bereichen höher als bei Strom, meint der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Eine vierköpfige Familie in einem 120 Quadratmeter großem Einfamilienhaus mit Ölheizung produziere alleine durch Heizung und Warmwasserbereitung durchschnittlich etwa sieben Tonnen CO2 pro Jahr, informiert der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW). Fliegt die Familie auf die Kanaren, betrage ihr CO2-Anteil am Flug drei Tonnen. In etwa dieselbe Menge falle beim PKW bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern im Jahr an.

Die Zahlen belegen, dass Heizung und Verkehr deutlich mehr CO2 im privaten Bereich produzieren als der Stromverbrauch, so der VBEW. Durch diesen entstehen bei einer vierköpfigen Familie und einem durchschnittlichen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden 2,4 Tonnen Kohlendioxid im Jahr. Legt man statt des bundesdeutschen den bayerischen Strommix mit einem hohen Anteil umwelt- und klimaschonender erneuerbarer Energien und Kernkraft zugrunde, fallen nur etwa 0,5 Tonnen CO2 an, rechnet der Verband vor.

Der VBEW betont, dass nicht nur die Senkung des Energieverbrauchs zu einer Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes führt, auch eine effiziente Erzeugung trägt dazu bei. Die bayerischen Stromversorger hätten durch Investitionen in moderne und effiziente Kraftwerkstechnologien sowie durch Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Kernkraft die Kohlendioxid-Emissionen innerhalb der letzten 30 Jahre um etwa 80 Prozent auf 110 Gramm pro erzeugte Kilowattstunde gesenkt.