Wohin des Wegs?

VBEW-Jahrestagung: Stromversorger haben gutes Image

Auf seiner Jahrestagung beschäftigte sich der Verband der Bayrischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) mit den zukünftigen Entwicklungen der Energiebranche in Deutschland. Eindeutiges Ergebnis: Die politischen Rahmenbedingungen sind die wichtigste Voraussetzung für ein Bestehen der deutschen Stromversorger im europäischen Wettbwerb.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

"Wohin des Wegs? Eine Branche im Umbruch". Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) kürzlich anlässlich seiner Jahrestagung. Die Antworten waren vielfältig. Klar zum Ausdruck kam allerdings, dass die politischen Rahmenbedingungen stimmen müssen, damit die Stromversorger im deutschen wie europäischen Wettbewerb bestehen können. Dies betonte etwa Michael Glos, CSU-Vorsitzender im Bundestag.

Als eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft sah Unternehmensberater Klaus-Dieter Maier die Themen Handel und Strombeschaffung. Seiner Ansicht nach werde dem Handel in Deutschland in Zukunft eine größere Bedeutung zukommen. Darüber hinaus entwickle sich Deutschland potentiell zur zentralen Drehscheibe für den europäischen Stromhandel. Was den europäischen Wettbewerb angeht, mahnte er jedoch Chancengleichheit an. Nicht alle europäischen Strommärkte seien heute gleichermaßen zugänglich. Dies wirke sich nachteilig auf die deutsche Stromwirtschaft aus.

In puncto Image der Stromversorger und Kundenzufriedenheit attestierte Klaus-Peter Johanssen, ehemaliger Kommunikationschef von Shell, der Branche einen guten Stand. Dies erkläre auch die relativ geringe Wechselrate von etwa vier Prozent. Dennoch müssten die Stromversorger in Zukunft noch mehr für ihr Image tun, dies sei der Schlüssel zum Erfolg. Nicht die Produktwerbung ziehe und halte Kunden, sondern die Imagewerbung. Schließlich gäben 64 Prozent der Deutschen in Umfragen an, keine Produkte von einem Unternehmen zu kaufen, von dem sie eine schlechte Meinung hätten.

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