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VBEW-Energiespartipp: Heizen mit der Wärmepumpe

Für umwelt- und kostenbewusste Bauherren und Hausbesitzer sind Wärmepumpen eine fortschrittliche, saubere und sichere Energiequelle zum Heizen der eigenen vier Wände. Der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) gibt einen Überblick zu Technik und Einsatzmöglichkeiten.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Wärmepumpen nutzen Umgebungs-, Erd- oder Grundwasserwärme um daraus Heizwärme zu erzeugen. Das Prinzip ähnelt dem eines Kühlschranks: Während ein Kühlschrank Lebensmitteln Wärme entzieht, nimmt eine Wärmepumpe mit der gleichen Technik und einem umgekehrten Nutzen Wärme aus der Umgebungsluft, dem Erdboden oder dem Grundwasser auf. Die Wärme wird auf ein Temperaturniveau gebracht, das ausreicht, um ein Haus komfortabel zu beheizen und mit Warmwasser zu versorgen.

Die von der Wärmepumpe erzeugten 100 Prozent Heizwärme setzen sich aus etwa 75 Prozent kostenloser Umweltwärme und etwa 25 Prozent Strom zusammen. Ist der für die Antriebsenergie benötige Strom "grün", verwendet die Wärmepumpe ausschließlich erneuerbare Energiequellen. CO2-schädliche Emissionen fallen völlig weg.

Welche Wärmequelle für die Wärmepumpe ideal ist, entscheidet ein Wärmepumpen-Installateur gemeinsam mit dem Kunden anhand des erforderlichen Wärmebedarfs und den individuellen Möglichkeiten vor Ort. Wird Umgebungsluft als Quelle verwendet, erzeugt die Wärmepumpe z.B. aus fünf Grad Celsius Lufttemperatur 35 Grad Celsius Heiztemperatur, die ausreicht, um Räume angenehmen zu temperieren. Erdwärmesonden werden bevorzugt bei kleinen Grundstücken und bei Heizungsmodernisierungen als Wärmequelle eingesetzt. Grundwasser ist ab einem Wärmebedarf von etwa zehn Kilowatt gut als Wärmequelle geeignet. Allerdings muss es in ausreichender Tiefe vorhanden sein.

Eine Wärmepumpen-Heizung, d.h. Wärmepumpe und Wärmequellenerschließung, sind in der Anschaffung meist etwas teurer als ein konventionelles Heizsystem. Die Betriebskosten machen jedoch im Vergleich zu herkömmlichen Öl- oder Erdgasheizsystemen nur ungefähr die Hälfte aus. Durch eine wartungsfreie, langlebige Technik mit geschlossenen Kreisläufen entstehen keine laufenden Kosten etwa für Brennerwartung oder Kaminkehrer.

Einer Wärmepumpe ist keine "Stromheizung", auch wenn dies fälschlicherweise behauptet wird. Die elektrische Energie wird ausschließlich für den Antrieb des Verdichters benötigt, der den Kreislauf am Laufen hält. Davon abgesehen, sind auch konventionelle Heizungen auf Strom angewiesen. Fällt dieser aus, dreht sich auch bei Öl und Gasheizungen keine Umwälzpumpe mehr. Die Umweltbilanz der Wärmepumpe ist deutlich besser als die von konventionellen Wärmeerzeugern.

Zahlreiche Energieversorgungsunternehmen bieten für Wärmepumpenanlagen günstige Strom-Sondertarife über einen zweiten Zähler an.

Weitere Informationen zu Wärmepumpen gibt es im Internet.

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