Potenzial ausbauen

VBEW: Biomasse nutzen ohne Nahrungsproduktion zu stören

In Bayern könnten langfristig 16 Prozent des Stromverbrauchs durch Biomasse gedeckt werden, ohne dass das Verhältnis zwischen Nahrungsmittelproduktion, stofflicher und energetischer Verwendung aus den Fugen gerät, meint der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW).

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

München (red) - Energiewirtschaftlich besonders sinnvoll ist die gleichzeitige Nutzung von Biomasse zur Erzeugung von Strom und Wärme sowie die Veredelung von Biogas, so dass es in das Erdgasnetz eingespeist werden kann. Eine vom VBEW und mehreren Energieversorgern in Auftrag gegebene Studie zeige, dass bei nachhaltiger Bewirtschaftung der bayerischen Wälder und landwirtschaftlichen Flächen, soweit sie nicht für die Nahrungsmittelproduktion benötigt werden, der Anteil der Biomasse zur Deckung des Stromverbrauchs auf 16 Prozent gesteigert werden kann.

Jedoch könne die Biomasse damit nicht die Erzeugungslücke schließen, die durch den Wegfall der Kernenergie entstehe, betont der Verband. Aktuell tragen die Biomasseanlagen knapp vier Prozent zur Stromerzeugung in Bayern bei. Die Anlagen liefern jährlich 3.000 Millionen Kilowattstunden Strom, etwa ein Viertel der Jahreserzeugung eines Kernkraftwerks.