Umweltfreundlicher Energiemix

VBEW-Bilanz: Strom für Bayern

Steigende Strompreise, Verbändevereinbarung II und mehr Normalität im Wettbewerb sind nach Ansicht des Verbands der Bayrischen Elektrizitätswirtschaft die Kennzeichen des vergangenen Jahres. 16 Prozent des Stroms in Bayern stammen aus Wasserkraft, weshalb der VBEW den Erhalt der heimischen Wasserkraft forderte.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

"Das Jahr 2001 war vor allem durch steigende Strompreise, die neu ausgehandelte Verbändevereinbarung II und durch mehr Normalität im Wettbewerb gekennzeichnet." Diese Bilanz zog der Verband der Bayerischen Elektrizitätswirtschaft (VBEW) bei seiner Jahrespressekonferenz. Außerdem hätten die Bayern 0,6 Prozent mehr Strom verbraucht als im Jahr 2000, wobei die gesamten 70 Milliarden Kilowattstunden verbrauchten Stroms aus heimischen Kraftwerken stammten.

"Dies muss auch in Zukunft so bleiben", forderte der VBEW-Vorstandsvorsitzende Peter Deml. Bayern müsse als Kraftwerksstandort mit einem umweltfreundlichen Energiemix erhalten bleiben. Dabei warnte Deml vor einer einseitigen Fokussierung auf Gas. "Gas ist momentan stark im Trend, da es effizient eingesetzt werden kann." Es werde aber zu 82 Prozent importiert und sei vom Ölpreis abhängig. Dies könne Risiken für die Versorgungssicherheit mit sich bringen. 16 Prozent des Stroms in Bayern stammen aus Wasserkraft. Damit liegt Bayern nach VBEW-Angaben an der Spitze der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Deml: "Der Ausschluss großer Wasserkraftwerke aus der Förderung erneuerbarer Energien sowie immer höhere Auflagen stellen die Wasserkraftbetreiber aber zunehmend vor Probleme. Wir fordern daher den Erhalt der heimischen Wasserkraft."

Auch in Bayern haben im vergangenen Jahr die Strompreise wieder angezogen. Auslöser war dem VBEW zufolge vor allem der Staat durch die steigende Ökosteuer und das Erneuerbare- Energien- und das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz. Deml: "Die Staatsquote am Strompreis macht bereits 40 Prozent aus und wird weiter steigen." Der VBEW fordert daher, allgemeine Staatsausgaben nicht dem Stomverbraucher aufzubürden.