Strom-News
BestätigtDer Stromversorger Vattenfall plant für 2009 keine Erhöhung der Strompreise. Die Preise für private Haushalte sowie Gewerbekunden in Berlin und Hamburg bleiben stabil, wie das Unternehmen am Montag in Berlin ankündigte.
Berlin (ddp/sm) - Der Vorstandsvorsitzende Tuomo Hatakka sagte, das Unternehmen ziele darauf, in den kommenden Jahren eine erhebliche Anzahl neuer Kunden zu gewinnen. Dabei kalkuliere das Unternehmen bewusst auch einen Rückgang beim Konzerngewinn ein.
Damit bestätigte Vattenfall einen Bericht der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe), wonach der Konzern im Kampf um Kunden die Konkurrenten auf dem Strommarkt direkt angreifen will.
Vattenfall Europe versorgt in Berlin und Hamburg eigenen Angaben zufolge derzeit rund 2,6 Millionen Kunden. Der Konzern hatte die Strompreise zuletzt Mitte 2007 um 6,5 Prozent erhöht und verlor daraufhin zahlreiche Kunden.
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Jeder dritte Stromkunde in Deutschland ist dazu bereit, seinen Stromversorger zu wechseln, wie aus einer aktuellen Umfrage hervorgeht. Demnach wollen 20 Prozent noch in den nächsten 12 Monaten ihrem alten Anbieter den Rücken kehren. Hauptgrund für den Wechsel sind hohe Strompreise.
Vattenfall treibt die Planungen zum umstrittenen Aufschluss neuer Tagebaue in der Lausitz voran. Der Energiekonzern reichte am Dienstag bei der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung Berlin/Brandenburg die Unterlagen für ein Braunkohlenplanverfahren für den geplanten Tagebau Jänschwalde-Nord ein.
Im Gegensatz zu den beiden größten deutschen Versorgern E.ON und RWE will der Branchendritte Vattenfall seine Strompreise vorerst nicht erhöhen. Die Strompreise für die Privat- und Gewerbekunden in Hamburg und Berlin würden zum Jahresbeginn nicht angehoben, teilte der Versorger am Freitag in Berlin mit.
Die EU-Kommission stellt ihre rund zweijährigen Ermittlungen gegen E.ON wegen überhöhter Strompreise ein. Grund seien die Zusagen des Unternehmens, seine Netzsparte sowie umfangreiche Kraftwerks-Kapazitäten zu verkaufen, erklärte Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes am Mittwoch in Brüssel.
Zum Jahreswechsel erhöhen erneut viele Stromversorger ihre Preise. Aktuell sind mehr als 14 Millionen Haushalte von den Erhöhungen um durchschnittlich 8,5 Prozent betroffen. Würden alle Kunden den günstigsten Stromtarif wählen, könnten in Deutschland etwa 10 Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden.Strompreise vergleichen
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