Höherer Preis

Vattenfall: Stromnetz-Verkauf stockt - neue Bieter

Vattenfalls Stromnetz-Verkauf an ein Konsortium aus Deutscher Bank, Allianz und Goldman Sachs war schon so gut wie sicher, doch nun hat Vattenfall das Bieterverfahren wieder für weitere Interessenten geöffnet. Grund: Vattenfall will mehr Geld für sein Netz.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (ddp/red) - Bei dem angestrebten Verkauf an ein Finanzkonsortium habe in zentralen Fragen keine Einigung erzielt werden können, teilte Vattenfall am Donnerstagmit. Zu den strittigen Punkten habe auch der Kaufpreis für das Netz gehört, den mit der Angelegenheit vertraute Personen zuletzt auf 500 Millionen Euro geschätzt hatten.

Investitionen in Stromnetz nötig

Nachdem E.ON sein Stromnetz für 1,1 Milliarden Euro verkauft hat, wollte Vattenfall offenbar Nachbesserungen an dem vorliegenden Angebot. Nach Unternehmensangaben muss der Käufer des Übertragungsnetzes neben dem Kaufpreis auch ausreichende Investitionen zusichern. Insbesondere um die wachsende Stromlast aus der Windenergieerzeugung aufnehmen zu können, seien Investitionen von bis zu drei Milliarden Euro notwendig.

Belgischer Netzbertreiber angeblich interessiert

Damit wird der ursprüngliche Zeitplan für den Stromnetz-Verkauf, der eigentlich noch dieses Jahr über die Bühne gehen sollte, nicht mehr eingehalten werden können. Mehrere Bieter hätten Interesse am Kauf des Stromnetzes, Branchengerüchten zufolge soll darunter der belgische Netzbetreiber Elia sein.