Geschäft

Vattenfall schreibt Milliarden-Verlust im zweiten Quartal

Vattenfall geht aus dem zweiten Quartal 2016 mit enormen Verlusten hervor. Der schwedische Energiekonzern musste hohe Abschreibungen wegen dem Verkauf der Lausitzer Braunkohle vornehmen. Ende August soll das Kohlegeschäft abgestoßen werden.

VattenfallVattenfall will den Verkauf der Lausitzer Braunkohle bis zum 31. August abschließen.© Vattenfall Europe Sales GmbH

Stockholm - Hohe Abschreibungen und Preisdruck haben den schwedischen Energiekonzern Vattenfall im zweiten Quartal in den roten Zahlen gehalten. Allein im Zusammenhang mit dem Verkauf seiner Braunkohlesparte in der Lausitz an die tschechische EPH-Gruppe musste das Staatsunternehmen Wertminderungen in Höhe von 21,5 Milliarden schwedischen Kronen (rund 2,27 Milliarden Euro) vornehmen. "Allerdings wären die negativen Auswirkungen noch deutlicher spürbar gewesen, wenn diese Anlagen im Unternehmen blieben und weiterbetrieben würden", sagte Vattenfall-Chef Magnus Hall.

Vattenfall schreibt rund 3 Milliarden an Verlusten

Unter dem Strich machte Vattenfall im zweiten Quartal Verluste von rund 28,6 Milliarden schwedischen Kronen (rund 3 Milliarden Euro). Auch der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht auf 34,5 Milliarden Kronen. "Die Geschäftssituation bleibt mit niedrigen Energiepreisen und so gut wie unverändertem Marktvolumen schwierig", sagte Hall einer Mitteilung vom Donnerstag zufolge.

Regierung genehmigt Verkauf der Lausitzer Braunkohle

Anfang des Monats hatte die schwedische Regierung grünes Licht für den Verkauf der Braunkohlesparte in der Lausitz gegeben. "Die Bestätigung des schwedischen Staates, dass er hinter dem Verkauf der Braunkohle-Aktivitäten in Deutschland steht, bedeutet, dass wir den Deal nun abschließen können", erklärte Hall. Der Verkauf soll zum 31. August vollzogen werden.

Um den Konzern im Bereich der erneuerbaren Energien zu stärken, will Vattenfall in einen neuen Offshore-Windpark vor Aberdeen in Schottland investieren, wie das Unternehmen ankündigte.

Quelle: DPA