Wegen Alt-Verträgen

Vattenfall prüft nach Orkan eigenen Versicherungsschutz

Nach dem schweren Orkan "Kyrill" prüfen die Stromkonzerne und Netzbetreiber jetzt ihren eigenen Versicherungsschutz. Die genaue Schadenhöhe steht laut Unternehmenssprecher noch nicht fest, sie sei aber sicherlich in Millionenhöhe anzusiedeln.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Berlin (ddp/sm) - Nachdem bereits der Regionalversorger enviaM in Chemnitz (Sachsen) erklärt hatte, gegen die Sturmschäden an den Leitungen und Masten nur in Ausnahmefällen versichert zu sein, prüft jetzt auch der Versorger Vattenfall in Berlin seine Versicherungspolicen. Das Problem sei, dass Vattenfall auf dem Versorgungsgebiet der neuen Bundesländer aus vier Altunternehmen hervorgegangen sei, sagte ein Sprecher am Dienstag in Berlin auf Anfrage. Die Experten würden jetzt die einzelnen Alt-Verträge prüfen um zu sehen, inwieweit die Schäden durch Versicherungen abgedeckt sind.

Vattenfall betreibt in den neuen Ländern ein Stromnetz von rund 9500 Kilometer Länge. Während des Orkans am Donnerstag und Freitag waren die Leitungen schwer beschädigt worden und vor allem in Magdeburg Zehntausende Kunden ohne Strom.

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