Kapazitätsausbau

Vattenfall prüft Alternativen zur Starkstromleitung durch Thüringen

In der Diskussion um die Vattenfall-Starkstromleitung quer durch den Thüringer Wald ist Bewegung gekommen. Der Energiekonzern prüfe derzeit Alternativen zur geplanten Trasse, so Regierungssprecher Fried Dahmen. Dazu gehöre eine unterirdische Variante wie eine Erdverkabelung.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp-lth/sm) - Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) hatte sich zuvor in einem Spitzengespräch mit Vattenfall-Geschäftsführer Wolfgang Neldner für diese Lösung ausgesprochen. "Wir sollten, wenn möglich, auf dem Kamm am Rennsteig auf Hochspannungsmasten und Leitungsüberspannungen generell verzichten", sagte der Regierungschef.

SPD und Linke lehnen die Hochspannungsleitung ab. Das Gutachten des Wirtschaftswissenschaftlers Lorenz Jarass habe den Bedarf an der geplanten Trasse widerlegt. Darin heißt es, dass die Übertragungskapazität auch ohne Leitungsneubau auf 150 bis 200 Prozent gesteigert werden könnte, erklärte SPD-Landeschef Christoph Matschie. Das Thema steht auf der Tagesordnung der Landtagssitzungen am Donnerstag und Freitag.

Der Energiekonzern Vattenfall will die Trasse errichten, um Energie aus Windkraftanlagen von der Küste aufzunehmen. Weil die Trasse mehrere Naturschutzgebiete durchschneidet, ist sie umstritten.