Marktübersicht

Vattenfall präsentiert Electricity Market Report 2003

Der Electricity Market Report 2003 gibt einen Abriss der Funktionsweise der Energiemärkte in Deutschland, Polen und Skandinavien und will sie in einen größeren europäischen Zusammenhang stellen. An der Erarbeitung des Berichts war ein interdisziplinäres Team von über 30 Mitarbeitern aus der gesamten Vattenfall-Gruppe beteiligt.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Der schwedischen Stromkonzern Vattenfall hat heute seinen Electricity Market Report 2003 vorgelegt. Im Mittelpunkt des Berichts stehen Analysen der Kernmärkte Vattenfalls in Deutschland, Polen und Skandinavien.

Vattenfall-Präsident und CEO Lars G. Josefsson unterstrich dabei, dass die Öffnung des europäischen Strommarktes ein Erfolg sei - allerdings bleibe noch viel zu tun, um ein besseres Verständnis für den liberalisierten Markt zu schaffen. "Kunden und Öffentlichkeit stellen die Glaubwürdigkeit des Strommarktes und seiner wichtigsten Marktteilnehmer häufig in Frage, insbesondere in schwierigen Zeiten wie etwa dem vergangenen, in Skandinavien besonders trockenen Winter. Vattenfalls Electricity Market Report soll durch Offenheit dazu beitragen, das Vertrauen in den Strommarkt zu stärken. Als führendes Unternehmen wollen wir der Öffentlichkeit zeigen, was wir über unsere Heimatmärkte wissen und über die Entwicklungen auf dem europäischen Strommarkt denken."

Zum deutschen, zur Zeit größten Markt der Vattenfall-Gruppe, sagte Dr. Klaus Rauscher, Senior Executive Vice President und Vorstandsvorsitzender der deutschen Vattenfall-Tochter Vattenfall Europe AG, dass der deutsche Markt einen natürlichen Reifungsprozess durchmache, der zuvor bereits auf dem skandinavischen Markt zu beobachten war. Er wies jedoch auch auf die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die zukünftige Marktentwicklung hin. "Die bevorstehende Regulierung, der nationale Allokationsplan für den Handel mit Emissionszertifikaten und die Fördermaßnahmen für erneuerbare Energien sind lediglich drei Beispiele für politische Entscheidungen, die erhebliche Auswirkungen auf alle Unternehmen der Energiewirtschaft haben."

Der Electricity Market Report 2003 gibt einen Abriss der Funktionsweise dieser Märkte und will sie in einen größeren europäischen Zusammenhang stellen. An der Erarbeitung des Berichts war ein interdisziplinäres Team von über 30 Mitarbeitern aus der gesamten Vattenfall-Gruppe beteiligt. Er besteht aus zwei Teilen: (1) Die Marktentwicklung aus nordeuropäischer Sicht, ausgehend von Marktanalysen der Kernmärkte der Vattenfall AB. (2) Beschreibungen der drei Märkte Skandinavien, Deutschland und Polen.

Zusammenfassung der Schlussfolgerungen:

  • Die EU-Energiemärkte entwickeln sich zum freien Wettbewerb. Die Liberalisierung verläuft in den einzelnen Ländern mit unterschiedlichem Tempo, auf dem Gasmarkt langsamer als auf dem Strommarkt. Die EU-Kommission hat Fortschritte auf dem Strommarkt konstatiert, insbesondere in Deutschland, Österreich und den Niederlanden.
  • Die liberalisierten Strommärkte, auf denen Vattenfall aktiv ist, sind leistungsfähig, wobei jedoch einige Bereiche, u. a. das Serviceniveau für Haushalts- und Gewerbekunden, verbesserungswürdig sind.
  • Mit Blick auf den skandinavischen Markt erscheint es wenig sinnvoll, die Marktanteile der Erzeuger in den einzelnen Ländern zu betrachten, da die Integration des Marktes bereits so weit vorangeschritten ist, dass die Märkte eher regionalen denn nationalen Charakter tragen. In Skandinavien steuern die drei größten Erzeuger (Vattenfall, Fortum und Statkraft) zusammen genommen 47 Prozent der Erzeugungsleistung bei. Die fünfzehn größten Erzeuger vereinigen 81 Prozent der Gesamtproduktion auf sich.
  • In Deutschland befindet sich der Strommarkt in einer Übergangsphase. Der Einfluss politischer Entscheidungen auf die Energiewirtschaft ist und bleibt hoch.
  • In Polen steckt die Deregulierung noch in den Anfängen, hat jedoch bereits den wirtschaftlichen Wandel der polnischen Energiewirtschaft beschleunigt. Unternehmerische Ausrichtung und Kundenorientierung der Energieversorger nehmen zu. Die Kunden kennen inzwischen ihre Möglichkeiten besser.