Lausitzer Braunkohle

Vattenfall: Neuwahl wirkt sich nicht auf Verkauf aus

Vattenfall will sein Kohlegeschäft in der Lausitz los werden. Daran sollen auch die Wahlen in Schweden nichts ändern, so Konzernchef Magnus Hall. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat den Konzern dazu aufgefordert, weitere Teile des Deutschland-Geschäfts zu verkaufen.

Vattenfall© Vattenfall Europe Sales GmbH

Berlin (dpa/red) - Die Neuwahl in Schweden ändert nach Angaben des staatlichen Energiekonzerns Vattenfall nichts an den Verkaufsplänen für das deutsche Braunkohlegeschäft. Vattenfall-Konzernchef Magnus Hall sagte am Montag in Berlin, er gehe davon aus, dass beide politischen Lager in Schweden - Rot-Grün und das konservative Bündnis - diese Entscheidung weiter unverändert unterstützen werden. Klarheit über einen Verkauf solle es bis Mitte 2015 geben.

Vattenfall will dauerhaft in Deutschland bleiben

Eine Trennung vom gesamten Deutschland-Geschäft schloss Hall aus. "Deutschland bleibt der größte Markt für Vattenfall." Das Unternehmen werde an seinen übrigen Aktivitäten bei Strom, Gas und Wärme dauerhaft festhalten und bei der Energiewende mitmachen.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte den schwedischen Konzern aufgefordert, neben der Braunkohle auch alle anderen Teile seines Deutschland-Geschäfts im Paket zu verkaufen, um das Angebot für Investoren interessanter zu machen.

Rund 8.000 Arbeitsplätze in der Lausitz

Der SPD-Chef reist nun nach Schweden, um am Samstag an einem Treffen sozialdemokratischer Partei- und Gewerkschaftsführer in der Nähe von Stockholm teilzunehmen. Aus SPD-Kreisen hieß es, Gabriel wolle bei dieser Gelegenheit Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven auf die Zukunft der Braunkohle in der Lausitz ansprechen, an der rund 8.000 Arbeitsplätze hängen.

Nach nur zwei Monaten im Amt hatte Löfven Neuwahlen für März ausrufen müssen, weil der Haushalt seiner rot-grünen Minderheitsregierung im Parlament durchgefallen war. Vattenfall will die Braunkohlesparte abstoßen, um mit weniger CO2-Ausstoß seine Klimabilanz zu verbessern.

Quelle: DPA