Kohlekraftwerk Hamburg

Vattenfall hofft Streit um Kraftwerk auf Merkel

Im Streit um den Bau eines neuen Steinkohlekraftwerkes bei Hamburg hat Lars Göran Josefsson, Chef des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall, nun Angela Merkel eingeschaltet und um Vermittlung in dem Konflikt gebeten. Der Hamburger Senat sei davon jedoch unbeeindruckt.

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Hamburg (red) - In einem Schreiben an die Bundeskanzlerin, für die Josefsson auch als Klimaberater tätig ist, bat der Energiemanager Merkel um Vermittlung im Konflikt mit Hamburg um den geplanten Kraftwerksbau, berichtet die "Welt". Darin erklärt Josefsson, dass er bis zum Ende des Jahres eine Baugenehmigung haben will, danach würden die bereits geschlossen Verträge auslaufen und der spätere Bau von 1,7 auf 1,95 Milliarden Euro verteuern.

Der Vattenfall-Chef bekräftigt, dass "zahlreiche Dokumente" darauf verweisen, "dass der Senat dieses Kraftwerk in der geplanten Größe haben wollte und dieses jetzt nicht mehr will", schreibt das Blatt weiter. Erst mit der verstärkten politischen Ausrichtung auf den Klimaschutz habe der Senat seine Meinung geändert. Zwar habe Josefsson im Vorfeld des Wahlkampfes Verständnis für den Bürgermeister, jedoch brauche Vattenfall verlässliche Rahmenbedingungen.

Wie die Welt unter Berufung auf einen Senatssprecher weiter schreibt, habe ein "konstruktives Gespräch" zwischen dem Bürgermeister und dem Vattenfall-Manager stattgefunden, zudem fühle man sich durch das Schreiben an die Kanzlerin "weder bedroht noch erspresst".

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