"Wichtigster Rohstoff"

Vattenfall hält an Braunkohleverstromung fest

Der Stromversorger Vattenfall will auch in Zukunft an der Braunkohleverstromung festhalten. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende des Konzerns, Klaus Rauscher, in der "Leipziger Volkszeitung" (Samstagausgabe) an. "Die Braunkohle ist einer unserer wichtigsten Rohstoffe", sagte der Konzernchef.

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Leipzig (ddp-lbg/sm) - Rauscher verwies in der Zeitung erneut darauf, dass der Energieträger Braunkohle ohne Subventionen auskomme und der Konzern in den kommenden fünf Jahren rund sechs Milliarden Euro unter anderem für die Modernisierung seines Kraftwerksparks sowie die Erneuerung der Strom- und Fernwärmenetze aufwende. So arbeite Vattenfall auch an einer Kohlendioxid-freien Anlage. Das Pilotprojekt wird gerade am Standort Schwarze Pumpe errichtet.

Auch an der Wirkungsgradverbesserung der Kraftwerke Boxberg und Jänschwalde, die vom WWF zu den zehn klimaschädlichsten Kraftwerken Europas gezählt werden, werde gearbeitet. "Wir tun alles, was in unserer Kraft steht", sagte Rauscher.

Der vor allem in Ostdeutschland und den Städten Berlin und Hamburg aktive Versorger hatte letzte Woche für das vergangene Jahr einen deutlichen Gewinnanstieg veröffentlicht. Unter anderem aufgrund deutlich gestiegener Marktpreise war der Gewinn im Vergleich zu 2005 um mehr als ein Viertel auf 934 Millionen Euro gestiegen. Der Umsatz legte um 5,7 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro zu. Zudem kündigte Vattenfall den Aufbau eines bundesweiten Strom-Vertrieb an: Anfang Juli will das Unternehmen als letzter der vier großen deutschen Stromversorger mit dem Verkauf über das Internet beginnen.