Hauptversammlung in Berlin

Vattenfall Europe prüft Investitionen in neue Kraftwerke

Eine Braunkohle-Anlage in Sachsen und ein Steinkohle-Kraftwerk im Großraum Hamburg will der Energiekonzern Vattenfalls Europe - bei stimmenden politischen Rahmenbedingungen - errichten. Das gab das Unternehmen heute auf seiner Hauptversammlung in Berlin bekannt. Zudem gibt es zwei neue Freileitungen.

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Berlin (red) - Die Vattenfall Europe AG prüft Investitionen in neue Kraftwerke: "Wir haben unseren Aufsichtsgremien in Deutschland Überlegungen vorgestellt, wie wir in den kommenden Jahren in neue Kraftwerke investieren wollen. Voraussetzung dafür ist, dass die politischen Rahmenbedingungen stimmen", erläuterte Dr. Klaus Rauscher, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, heute auf der Hauptversammlung in Berlin.

"Wir haben genehmigte Standorte für neue Kraftwerke, wir haben das Wissen, wir haben die finanziellen Mittel, und wir haben die Mitarbeiter, um so ein Programm zu stemmen. Ich denke dabei an eine Braunkohle-Anlage in Sachsen und an ein Steinkohle-Kraftwerk im Großraum Hamburg", teilte Rauscher mit. Zudem sollen knapp 300 Millionen Euro für den Bau von zwei neuen 380-kV-Freileitungen in Thüringen und in Mecklenburg-Vorpommern investiert werden. Dies ist erforderlich, um zur Überwindung von Engpässen wegen des Windstromtransports eine nachhaltig zuverlässige Stromversorgung abzusichern.

Vattenfall hat eigenen Angaben zufolge seine internen Strukturen und Prozesse erheblich verbessert und durch konsequenten Schuldenabbau seine Finanzkraft deutlich gestärkt, skizzierte der Vattenfall Europe-Chef die Voraussetzungen für die neue Wachstumsstrategie. "Vattenfall Europe wird verstärkt wachsen, und zwar ausgewogen in seinen Wertschöpfungsstufen."