Kurswechsel

Vattenfall-Europe-Chef bricht Lanze für Atomenergie

Das Spiel mit den Ängsten der Menschen in punkto Atomenergie müsse beendet und eine ideologiefreie Debatte über die Nutzung der Kernkraft begonnen werden. Das forderte der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe, Klaus Rauscher. Er erwarte, dass die Restlaufzeiten von der neuen Regierung deutlich verlängert werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Chemnitz (ddp/sm) - Der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe, Klaus Rauscher, hat einen Kurswechsel in der Energiepolitik und eine ideologiefreie Debatte über die Nutzung der Atomenergie verlangt. Es müsse endlich das Spiel mit den Ängsten der Menschen beendet werden, sagte Rauscher der Chemnitzer "Freien Presse" (Freitagausgabe).

Die Kernenergie sei zuverlässig und preiswert und schone außerdem noch das Klima. Er erwarte von einer Unions-geführten Bundesregierung, "dass sie ihre Ankündigung wahr macht und die Restlaufzeiten der Atomkraftwerke deutlich verlängert". Deutschland habe die sichersten Kernkraftwerke der Welt.

Scharfe Kritik übte Rauscher auch an der von Rot-Grün praktizierten Bevorzugung der Windenergie. So komme es vor, dass Dampf erzeugt und in die Luft geblasen werde, nur weil der Windstrom Vorfahrt habe. "Das ist nicht nur ökonomisch unverantwortlich, sondern auch ökologischer Unsinn", betonte der Vattenfall-Europe-Chef. Er forderte, die Dauersubventionen für die Windkraft zurückzuführen.