Bilanz 2003

Vattenfall Europe baut operative Stärke aus

Trotz Jahresfehlbetrag zeigt sich der Energiekonzern Vattenfall Europe mit dem Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres zufrieden. Die operative Stärke konnte ausgebaut, die internen Prozesse und Strukturen weiter optimiert werden, teilte Vorstandschef Rauscher heute in Berlin mit.

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Berlin (red) - Vattenfall Europe konnte im Geschäftsjahr 2003 seine operative Stärke ausbauen und interne Prozesse und Strukturen weiter optimieren. Das HGB-Jahresergebnis war aber von Restrukturierungs- und Integrationskosten sowie weiteren belastenden Sondereffekten geprägt, so dass unter dem Strich ein Jahresfehlbetrag für Konzern und Einzelabschluss der Holdinggesellschaft ausgewiesen wird.

"Mit den im vergangenen Jahr begonnenen oder eingeleiteten Maßnahmen haben wir einen großen Teil der Fusions- und Integrationskosten in der Bilanz verarbeitet. Unsere operative Stärke wird sich künftig deutlicher im Jahresergebnis niederschlagen", so kommentierte Dr. Klaus Rauscher, Vorstandsvorsitzender von Vattenfall Europe, die Vorlage des Geschäftsberichts 2003.

Der Konzernabschluss nach HGB weist einen Jahresfehlbetrag von 139 Millionen Euro, der Einzelabschluss der Holding Vattenfall Europe AG einen Jahresfehlbetrag von 94 Millionen Euro aus. Ohne Sondereinflüsse weist Vattenfall Europe für 2003 ein "operatives Ergebnis" von 382 Millionen Euro aus. Dieses bereinigte Ergebnis liegt 100 Millionen Euro höher als im Jahr zuvor.

Die Gewinn- und Verlustrechnung der Holdinggesellschaft Vattenfall Europe AG schließt mit einem Bilanzgewinn von 75 Millionen Euro ab, weil 163 Millionen Euro den Gewinnrücklagen entnommen wurden. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, genau wie im Vorjahr 0,37 Euro Dividende je Stückaktie auszuschütten. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Dr. Rauscher wieder ein positives Jahresergebnis, weil die Kosten des Umbaus deutlich zurückgingen und die Maßnahmen zur Kostensenkung zunehmend griffen.

Die Erlöse aus dem Stromgeschäft sanken um 482 Millionen Euro auf 7,4 Milliarden Euro. Der Absatz im Stromvertrieb hatte sich jedoch insgesamt positiv entwickelt. An Vertriebskunden wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 82,2 Terawattstunden abgesetzt, 4,1 Terawattstunden mehr als im Vorjahr. 42,3 Terawattstunden davon lieferte Vattenfall Europe Sales an ostdeutsche Regionalversorger außerhalb des Konzerns. Dies waren 1,9 Terawattstunden mehr als im Vorjahr.

Auch die HEW konnten ihren Absatz steigern: Der Stromabsatz betrug 23,1 Terawattstunden nach 21,4 Terawattstunden im Jahr 2002. Die Bewag lieferte 14,1 Terawattstunden an ihre Kunden. Das entspricht dem Vorjahresabsatz.