Nach 2007

Vattenfall-Chef erwartet Übernahmewelle im Energiemarkt

Eine zweite Übernahmewelle erwartet der Chef des schwedischen Stromkonzerns Vattenfall, Lars G. Josefsson, nach der vollständigen Liberalisierung des europäischen Energiemarktes 2007. Gleichzeitig schätzt er, dass regenerative Energien in den nächsten 15 Jahren weiterhin nur eine kleine Rolle spielen.

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Berlin (ddp/sm) - Der Chef des schwedischen Stromkonzerns Vattenfall, Lars. G. Josefsson, erwartet zunehmend Übernahmen im Energiemarkt. "Wenn der Markt in Europa 2007 vollständig liberalisiert ist und die Kunden die freie Wahl ihres Lieferanten haben, dann wird es zu einer zweiten Übernahmewelle kommen", sagte Josefsson in einem Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Zeitung "Der Tagesspiegel" (Montagausgabe).

Alternative Energien werden nach Einschätzung Josefssons auch künftig nur eine kleine Rolle bei der Energieversorgung spielen. "Ich gehe davon aus, dass regenerative Energien in den nächsten 15 Jahren nicht mehr als zehn Prozent des Stromverbrauchs bestreiten werden." Dabei habe Biomasse "viel größeres Potenzial als Wind". Das Ziel von Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne), im Jahr 2020 bereits 20 Prozent des deutschen Stromverbrauchs mit regenerativen Energien abzudecken, bezeichnete der Vattenfall-Chef als "sehr ambitioniert". "Technisch wäre das kein Problem, finanziell schon. Die Förderung von Windmühlen oder Solarkraftwerken verschlingt Milliarden", sagte Josefsson.