Streit um Konzerntarifvertrag

Vattenfall-Beschäftigte wollen Freitag streiken

Im Tarifkonflikt bei Vattenfall Europe haben die Gewerkschaften die Beschäftigten für den kommenden Freitag zu Warnstreiks aufgerufen. Zu einer Kundgebung vor der Vattenfall-Hauptzentrale in Berlin-Treptow werden rund 1500 Beschäftigte erwartet, wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Berlin (ddp-lbg/sm) - ver.di ruft zusammen mit der IG Bergbau, Chemie, Energie und der IG Metall zu dem Warnstreik auf. Der vierstündige Ausstand soll nach Gewerkschaftsangaben um 7.00 Uhr beginnen. Neben Berlin sind auch Standorte in Hamburg und der Lausitz betroffen. Die Strom- und Wärmeversorgung für die Bevölkerung sei nicht gefährdet, es müsse jedoch wegen des Warnstreiks mit Einschränkungen beim Vattenfall-Kundenservice gerechnet werden, hieß es.

Hintergrund des Warnstreiks ist die Auseinandersetzung um den Konzerntarifvertrag. Die Gewerkschaften fordern in der aktuellen Vergütungsrunde für die Vattenfall-Beschäftigten lineare Einkommensverbesserungen in Höhe von acht Prozent. Der zum Jahresende ausgelaufene Tarifvertrag soll wieder für zwölf Monate abgeschlossen werden. In bislang drei ergebnislosen Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber laut Gewerkschaft lediglich 3,2 Prozent und eine Einmalzahlung von 500 Euro angeboten.

Die Tarifkommission hat die Arbeitgeberseite aufgefordert, bis zum 4. Februar ein verbessertes Angebot zu unterbreiten. Ansonsten werde einen Tag später darüber beraten, ob die Verhandlungen für gescheitert erklärt und Arbeitskampfmaßnahmen beschossen werden sollen.