Grünes Licht

Vattenfall beginnt mit Trockenlegung der Lakomaer Teiche

Ungeachtet einer von der Grünen Liga angekündigten Verfassungsklage setzt Vattenfall die Vorbereitungen zur Abbaggerung der Lakomaer Teiche in der Lausitz fort. Die Arbeiten seien notwendig, um den Betrieb des Braunkohletagebaus Cottbus-Nord zu sichern.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Cottbus (ddp-lbg/sm) - Seit Montag liefen wasserwirtschaftliche Vorarbeiten, teilte ein Konzernsprecher in Cottbus mit. So sollten der Hammergraben-Altlauf und die Mehrzahl der Teiche trocken gelegt werden.

Nach Angaben von Vattenfall liegen für die Arbeiten sämtliche Genehmigungen vor. Zuletzt habe auch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg Grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Die Richter hatten im Juli einen Eilantrag der Grünen Liga gegen den vom Landesamt für Bergbau genehmigten Planfeststellungsbeschluss zur Abbaggerung von Lakoma abgelehnt. Die Grüne Liga will sich mit der OVG-Entscheidung nicht abfinden und kündigte in der vergangenen Woche eine Verfassungsklage an.

Vattenfall treibt unterdessen auch die Munitionssuche in dem Gebiet voran. Zudem gibt es archäologische Arbeiten am Hammergraben. Ab Mitte September soll im südlichen Teichgebiet sowie entlang des Hammergraben-Altlaufs mit Rodungsarbeiten begonnen werden.

Der Tagebau Cottbus-Nord ist zusammen mit den Tagebauen Jänschwalde und Welzow-Süd Brennstofflieferant für das Kraftwerk Jänschwalde. Vattenfall betreibt in der brandenburgischen und der sächsischen Lausitz die Tagebaue Jänschwalde, Cottbus-Nord, Welzow-Süd, Nochten und Reichwalde sowie die Braunkohlekraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg.