Brunsbüttel

Vattenfall beantragt neue Genehmigung für Zwischenlager

Der Energiekonzern Vattenfall hat eine neue Genehmigung für die Lagerung von Brennstäben im abgeschalteten Atomkraftwerk Brunsbüttel beantragt. Das Zwischenlahger hatte seine Genehmigung im Januar verloren; seitdem werden die radioaktiven Abfälle dort vom Energieministerium nur noch geduldet.

Castor© Tiero / Fotolia.com

Kiel/Brunsbüttel (dpa/red) - hat am Montag eine neue Genehmigung für das Zwischenlager am abgeschalteten Atomkraftwerk Brunsbüttel beantragt. Der Antrag bezieht sich laut Betreiber und der Atomaufsicht in Kiel nur auf Brennelemente, die sich bereits im Zwischenlager befinden oder noch im Kraftwerk sind. Nicht einbezogen ist die Lagerung von Castor-Behältern mit radioaktivem Müll aus der Wiederaufarbeitung. Das Zwischenlager in Brunsbüttel für hoch radioaktive Abfälle hatte seine Genehmigung mit einer Gerichtsentscheidung Anfang des Jahres rechtskräftig verloren.

Zwischenlager arbeitet mit befristeter Duldung

Im Januar bestätigte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Aufhebung der Genehmigung durch das Oberverwaltungsgericht Schleswig (OVG) vom Juni 2013. Seitdem arbeitet das Zwischenlager mit einer bis 2018 befristeten Duldung des Energieministeriums in Kiel. "Das ist aber kein Dauerzustand", sagte Minister Robert Habeck (Grüne). "Zwischenlager müssen mit rechtssicheren Genehmigungen betrieben werden. Insofern entspricht der Schritt Vattenfalls den rechtlichen Erfordernissen." Die Duldung gilt nicht für weitere Brennelemente aus dem Reaktordruckbehälter.

Entscheidung über Rückbau wahrscheinlich 2017

Das Kraftwerk Brunsbüttel erzeugt keinen Strom mehr. Ende 2012 hatte Vattenfall eine Genehmigung für Stilllegung und Rückbau beantragt. Die Atomaufsicht in Kiel rechnet damit, dass darüber 2017 entschieden werden kann. Der Rückbau darf demnach aber erst beginnen, wenn die Brennelemente aus dem Reaktordruckbehälter in ein Zwischenlager gebracht wurden.

Quelle: DPA