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03.01.2011, 13:19 Uhr

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Variable Stromtarife sind noch dünn gesät

Nur wenige deutsche Stromversorger bieten variable Stromtarife an. Laut einer Vorabmeldung des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hat die Freiburger Forschungsgruppe EnCT in einer Umfrage erst rund 70 Unternehmen identifiziert, die ihre Preise flexibel gestalten. Eigentlich sind die Anbieter schon jetzt in der Pflicht.

Hamburg (dapd/red) - Mit Beginn des neuen Jahres sind die gut 800 Versorger in Deutschland verpflichtet, ihren Kunden variable Stromtarife anzubieten: Wer seinen Stromverbrauch in nachfrageärmere Nebenzeiten verlagert, den sollen die Energieunternehmen mit günstigen Tarifen belohnen, so die Absicht des Gesetzgebers.

Stromzähler (Foto / Abb.: tommyS / www.pixelio.de)Dem Magazin zufolge ergab die Umfrage, dass sich die meisten Unternehmen darauf beschränken, ein Produkt anzubieten, das lediglich zwischen Tag- und Nachtstrom unterscheidet, wie dies vielfach ohnehin schon länger der Fall sei. Nur wenige Versorger gingen darüber hinaus: So böten die Stadtwerke Münster einen speziellen Tarif am Wochenende, die Stadtwerke Bochum unterteilten den Tag in drei Zeitzonen.

Finanziell lohne sich der Wechsel zu einem Flexi-Tarif nur selten, so das Magazin. Die Gesamtkosten, die mit diesen Produkten verbunden sind, fielen nach Einschätzung von EnCT-Geschäftsführer Harald Schäffler häufig sogar noch höher aus als bei Standardtarifen. Am ehesten noch könnten größere Haushalte einen Preisvorteil erzielen. Insgesamt haben laut dem Verbraucherportal Verivox rund 500 Stromversorger zum 1. Januar die Strompreise angehoben, im Februar folgen weitere.

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