Heiztechnik

Vaillant: Weichenstellungen für Wachstum

Der Heiztechnikhersteller Vaillant kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2000 zurückblicken: Durch die Übernahme des britischen Unternehmens Hepworth PLC konnte die Marktposition gefestigt werden.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com
Das Jahr 2000 war ein besonderes Jahr in der Unternehmensgeschichte des Remscheider Heiztechnikunternehmens Vaillant. Mit einer Reihe strategischer Schritte hat Vaillant die Weichen auf Wachstum gestellt. Nach der Übernahme des italienischen Kesselherstellers Bongioanni Pensotti Kalore (BPK), Vignolo, und der Ausgliederung des operativen Geschäfts in die Vaillant GmbH wurde im Dezember ein Angebot zur Übernahme des britischen Unternehmens Hepworth PLC abgegeben. Durch diese Akquisition sei inzwischen die führende Heiztechnik-Gruppe Europas entstanden, heißt es im kürzlich vorgelegten Geschäftsbericht.


Der Wettbewerb auf den europäischen Heiztechnik-Märkten hätte sich im Jahr 2000 trotz des Zuwachses in West- und Osteuropa verschärft. Dennoch konnte Vaillant seinen Umsatz um knapp ein Prozent auf 855 Millionen Euro leicht steigern. Der Rückgang im Inland um 12,5 Prozent auf 336 Millionen Euro konnte durch die Steigerung im Ausland um 12,1 Prozent auf 519 Millionen Euro sowie den hierin enthaltenen Zuwachs durch BPK (21 Millionen Euro) kompensiert werden. Der Auslandsanteil am Umsatz stieg auf 61 (1999: 55) Prozent. Nach dem Ergebnisplus des Vorjahres hat Vaillant auch im Geschäftsjahr 2000 beim Gewinn zugelegt. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) stieg um 5,5 Prozent auf 50,2 Millionen Euro.


Vaillant hat seine Anstrengungen zum Ausbau und zur Erneuerung der Produktpalette im vergangenen Geschäftsjahr 2000 noch intensiviert, heißt es weiter im Bericht. Im Kernsegment, den wandhängenden Heizgeräten, seien sowohl neue Heizwert- als auch neue Brennwert-Geräte entwickelt worden. Im Bereich Brennwert wurden komplett neue Reihen wandhängender und bodenstehender Geräte auf der Internationalen Messe Sanitär und Heiztechnik (ISH) im März 2001 präsentiert. Auch die Vaillant-Gas-Standkessel für das Auslandsgeschäft seien überarbeitet worden. Ebenfalls neu sind die elektronischen Durchlauferhitzer VED EE sowie Elektrowärmepumpen. Für Forschung und Entwicklung hat Vaillant 2000 über 25 (1999: 22,5) Millionen Euro aufgewandt. Neben Ausbau und Erneuerung der bestehenden Palette galten die Aufwendungen auch zwei mittelfristigen Innovationsprojekten: dem Brennstoffzellen-Heizgerät (BZH) und einem Zeolith-Heizgerät.