Vaillant übernimmt britischen Konkurrenten

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Der Remscheider Heiztechnikhersteller Vaillant GmbH hat ein Angebot für die Übernahme des britischen Konkurrenten Hepworth plc., London, abgegeben. Das Angebot von 285 Pence pro Aktie wird von Rothschild im Auftrag einer britischen 100prozentigen-Tochtergesellschaft von Vaillant unterbreitet werden. Hoare Govett fungiert dabei als Broker.


Der Wert des ausgegebenen Stammaktienkapitals von Hepworth plc. beträgt damit: 692 Millionen GBP. Das Angebot beinhaltet einen Aufschlag von 13 Prozent, bezogen auf den Mittelkurs von 253 Pence pro Hepworth-Aktie bei Börsenschluss am 20. Dezember 2000 und einen Aufschlag von 27,5 Prozent, bezogen auf den Mittelkurs von 223,5 Pence pro Hepworth-Aktie am 31. Oktober 2000. Als Alternative bietet Vaillant auch Loan Notes an. Der mit dem Angebot verbundene Aufschlag berücksichtigt die beträchtlichen Barguthaben von Hepworth. Das Unternehmen verpflichtete sich in einer öffentlichen Erklärung im März 2000, seine Kapitalstruktur zu optimieren und andere Optionen zur Erhöhung des Shareholder Value voranzutreiben, falls sich bedeutende geschäftliche Chancen, die Hepworth wahrnehmen wollte, im kommenden Jahr nicht zu attraktiven Konditionen realisieren lassen würden.


Die Mitglieder des Board of Directors von Hepworth haben sich bereits unwiderruflich verpflichtet, das Angebot in Bezug auf ihre Hepworth-Aktien anzunehmen. Vaillant hat außerdem eine unwiderrufliche Zusage von UBS Asset Management Ltd. in Bezug auf 7,3 Prozent des ausgegebenen Stammaktienkapitals von Hepworth erhalten. Zusammen mit den 6,1 Millionen Hepworth-Aktien, die Vaillant besitzt, hält das Unternehmen jetzt bzw. hat unwiderrufliche Zusagen in Bezug auf 9,9 Prozent des derzeit ausstehenden Aktienkapitals von Hepworth.


Jeremy Lancaster, Chairman von Hepworth, sieht den Vorgang mit einem lachenden und einem weinenden Auge: "Wenn es auch traurig stimmt, dass Hepworth seine Unabhängigkeit aufgeben wird, konnte der Board den von Vaillant für Hepworth gebotenen Preis und die zahlreichen geschäftlichen Vorteile eines Zusammengehens der beiden Unternehmen nicht ignorieren. Vor diesem Hintergrund sind wir überzeugt, dass dieser Deal eine gute Nachricht sowohl für die Aktionäre als auch für die Belegschaft ist."