Im Tagesspiegel

Vahrenholt: Repower schreibt "rote oder schwarze Null"

Unvorhergesehene Kosten im Dezember, u.a. für Kranarbeiten in Italien oder Straßenneubauten in Portugal, haben dazu geführt, dass das Windkraftunternehmen Repower im Jahr 2004 keinen Gewinn machte. Dennoch will der Konzern an seiner Strategie festhalten, sagte Repower-Chef Vahrenholt dem "Tagesspiegel".

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Berlin (red) - Das Windkraftunternehmen Repower Systems hat im Jahr 2004 keinen Gewinn gemacht. "Vielleicht wird es eine rote Null, vielleicht eine schwarze", sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Fritz Vahrenholt, dem "Tagesspiegel" (Samstagausgabe). Vor allem im Monat Dezember seien die Kosten im Auslandsgeschäft unvorhergesehen in die Höhe geschnellt. "Bei der Projektplanung hätten wir vorsichtiger kalkulieren müssen", räumte Vahrenholt ein.

So hätten in Italien die Kranarbeiten zum Errichten von Windkraftanlagen 650 000 Euro mehr gekostet als geplant. In Portugal musste wegen Schneefalls die Straße zu einer Windanlage für 250 000 Euro erneuert werden. "Das sind aber Erfahrungen, die ein mittelständisches Unternehmen machen muss", sagte Vahrenholt.

An der bisherigen Strategie, mehr Windkraftanlagen im Ausland zu errichten, werde Repower in jedem Fall festhalten. Im Jahr 2005 werde das Unternehmen "weit über 50 Prozent" seines Umsatzes im Ausland erwirtschaften, sagte Vahrenholt. Bei einem schrumpfenden Inlandsmarkt habe das Unternehmen "keine Alternative". Repower hatte erst im vergangenen Jahr begonnen, sich verstärkt im Ausland zu engagieren.