Ablehnung des Kohlekraftwerkes

Vahrenholt: Haltung der Hamburger Grünen fördert Kernkraft

Mit ihrer Ablehnung des geplanten Kohlekraftwerks Hamburg-Moorburg fördern die Hamburger Grünen nach Ansicht des ehemaligen Hamburger Umweltsenators und heutigen RWE-Managers, Fritz Vahrenholt (SPD), den Weiterbetrieb der deutschen Kernkraftwerke.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp-nrd/sm) - Die in den Koalitionsverhandlungen aufrecht erhaltene Verweigerung eines neuen Kohlekraftwerks erhöhe den Druck auf eine Verlängerung der Restlaufzeiten der Atommeiler, sagte Vahrenholt dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Die Industrie in der Hansestadt benötige verlässlichen Grundlaststrom, der mit Windrädern nicht bereitzustellen sei. Ohne Kernenergie oder Strom aus einem modernen Kohlekraftwerk werde jedoch die Versorgungslage bereits 2012 kritisch, warnte Vahrenholt. Denn niemand wolle Strom aus Kohlendioxid-Schleudern im Ausland oder ukrainischen Altmeilern. Dies sei das Dilemma in den gegenwärtig geführten Koalitionsgesprächen.