Kontroverse

UVS fordert Anpassung des 100 000-Dächer Programms - SFV widerspricht

Während die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft eine kurzfristige Umsetzung des "Eine-Millionen-Dächer-Programms" fordert, um die Ziele des neuen Koalitionsvertrages umzusetzen, spricht sich der Solarenergie-Förderverein gegen ein neues Programm aus. Stattdessen sollte die Mindestvergütung aus dem EEG auf eine passable Höhe angehoben werden.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft zeigte sich heute erfreut über den neuen Koalitionsvertrag. Die dort festgelegten Zielsetzungen förderten den Bau von etwa 500 000 neuen Solaranlagen innerhalb der nächsten vier Jahre. Bei erfolgreicher Umsetzung wären im Jahr 2006 damit in Deutschland über eine Million Solaranlagen in Betrieb.

Um die ehrgeizigen Ziele auch zu erreichen, forderte die UVS die kurzfristige Umsetzung des "Eine-Millionen-Dächer-Programmes". Eine Weiterführung und Anpassung des 100.000 Dächer-Solarstrom-Programes und des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) sowie die Einleitung einer vergleichbaren Gesetzesinitiative für Solarwärme seien dazu unverzichtbar.

Anderer Meinung ist hingegen der Solarenergie-Förderverein (SFV). Um den Ausbau der Photovoltaik voranzubringen, seien keine neuen Programme erforderlich. Der SFV fordert dagegen eine einfache Lösung, die den Förderdschungel beseitigt. Er schlägt vor, die Mindestvergütung im EEG auf eine Höhe anzuheben, die einen wirtschaftlichen Betrieb der PV-Anlagen zulässt und fordert gleichzeitig eine Beendigung des 100 000-Dächer-Programms, weil es aus Steuermitteln bezahlt wird und eine umständliche Mittelbeantragung voraussetzt. Gleichzeitig sollen alle Altanlagen in die zu verbessernde EEG-Regelung aufgenommen werden. Denn wer jetzt eine PV-Anlage errichtet, muss darauf vertrauen dürfen, dass er nach einer Gesetzesverbesserung nicht schlechter dasteht als derjenige, der jetzt noch abwartet.