Personalie

Utz Claassen als Bahn-Manager im Gespräch

Der frühere EnBW-Vorstandschef Utz Claassen soll nicht Chef der für die Privatisierung vorgesehenen Deutsche-Bahn-Tochter DB Mobility & Logistics werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bahn, Werner Müller, ließ heute entsprechende Medienberichte dementieren.

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Essen (ddp/sm) - Das sei "frei erfunden", sagte auf ddp-Anfrage ein Sprecher Müllers, der zugleich Vorstandsvorsitzender des Industriekonzerns Evonik ist. Zuvor hatte die "Rheinische Post" ohne Quellenangabe berichtet, Claassen solle den Bahn-Vorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn ablösen, der nach diesen Plänen nur noch die weiterhin staatliche Holding führen würde.

Unter Berufung auf Regierungskreise berichtete die Zeitung, Müller und das SPD-geführte Bundesverkehrsministerium bereiteten darüber hinaus die Besetzung weiterer Führungspositionen in der Holding vor. So sollten aus dem Bundesverkehrsministerium der Parlamentarische Staatssekretär Achim Großmann (SPD), sowie mit Thomas Kohl (SPD) der Abteilungsleiter Eisenbahn in die Holding wechseln.

Dem Vernehmen nach wolle sich das Bundeskanzleramt den Personalplänen von Aufsichtsrat und Bundesverkehrsministerium widersetzen, schreibt das Blatt weiter. Im Zweifel müsste der Aufsichtsratschef ausgewechselt werden, hieß es unter Berufung auf Regierungskreise.