Klimakonferenz

USA lehnen beschleunigte Senkung des CO2-Ausstoß ab

Die USA haben Forderungen nach einer schnelleren Senkung ihrer Treibhausgas-Ausstöße zurückgewiesen. "Wir werden so hoch springen, wie es uns das politische System erlaubt", sagte US-Verhandlungsführer Todd Stern vor dem Treffen der großen Industrie- und Schwellenländer zum Klimawandel ab Montag in Paris.

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Paris (afp/red) - Ein Vorschlag Chinas, die Emissionen auf Grundlage des Jahres 1990 bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu senken, sei aber "nicht realistisch". Stern warnte davor, zu großen Druck auf die USA auszuüben: "Wenn man darauf besteht und das für unabdinglich hält, kann man am Ende mit gar nichts dastehen", sagte er am Sonntagabend der AFP.

In Paris beraten seit Montagvormittag 16 große Industrie- und Schwellenländer über einen gemeinsamen Kurs im Kampf gegen den Klimawandel. Die zweitägige Konferenz, an der auch Bundesumweltminister Gabriel teilnimmt, findet als Vorbereitung auf die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember statt. Dort soll ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll zur Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes beschlossen werden.

Den USA als größter Volkswirtschaft der Welt kommt bei den Klimagesprächen eine Schlüsselrolle zu. US-Präsident Barack Obama hat vorgeschlagen, die US-Treibhausgasemissionen bis 2020 um 14 Prozent zu senken - auf Basis des Jahres 2005. Dies würde gegenüber 1990 einer Senkung um ungefähr drei Prozent entsprechen. Die EU hat sich dagegen von 1990 ab gerechnet auf eine Reduzierung um 20 Prozent bis 2020 verpflichtet. Sollte dies international vereinbart werden, wollen die Europäer auch eine Reduzierung um 30 Prozent umsetzen.