szmtag
06.11.2009, 10:29 Uhr

Strom-News

Energierat gegründet.

USA: Klimaschutz nur, wenn auch China mitmacht

Die EU und die USA haben einen gemeinsamen Energierat gegründet, der in strategischen Fragen wie der Entwicklung CO2-armer Technologien die Zusammenarbeit fördern soll. Zugleich betonen die USA, ihr Engagement beim Klimaschutz an ähnliche Schritte Chinas zu knüpfen.

Washington (afp/red) - Der US-Sondergesandte für den Klimaschutz, Todd Stern, hat ein Engagement seines Landes für einen Abbau der Treibhausgase an ähnliche Schritte der großen Schwellenländer geknüpft. Sein Land werde sich beim bevorstehenden Klimagipfel in Kopenhagen nur dann für neue Klimaschutzziele einsetzen, wenn die wichtigsten Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien mitzögen, sagte Stern. Ohne ein überprüfbares Engagement der großen Schwellenländer, allen voran China, werde es in Kopenhagen kein Ankommen geben, drohte Stern.

Auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen soll ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Klimaschutzprotokoll von Kyoto beschlossen werden. Die internationalen Verhandlungen im Vorfeld des Gipfels kommen jedoch nur schleppend voran.

Energierat von EU und USA tagt erstmals in Washington

In Washington tagte unterdessen zum ersten Mal der gemeinsame Energierat von Europäischer Union und USA. Das Gremium soll in strategischen Fragen wie der Entwicklung CO2-armer Technologien die Zusammenarbeit fördern. Der Klimawandel sei zwar eine schwere Bedrohung, sagte die schwedische Energieministerin Maud Olofsson nach Abschluss der Tagung. Gleichzeitig aber biete er den USA und der EU eine "einmalige Chance", gemeinsam an der Entwicklung neuer, umweltfreundlicherer Technologien zu arbeiten. Diese Kooperation werde der Welt signalisieren, "dass die USA und die EU bereit sind, Dinge zu bewegen, wenn es um den Klimawandel geht", sagte Olofsson, deren Land derzeit den EU-Ratsvorsitz innehat.

© 2001-2012 strom-magazin.de

Diesen Artikel empfehlen

Der Newsletter von Strom-Magazin.de

Ähnliche Nachrichten zur News "

USA: Klimaschutz nur, wenn auch China mitmacht

"
  • Klimaschutz: Mehrheit hofft auf Erfolg in Kopenhagen
    CO2 Wolke Der Klimawandel ist offenbar eine der größten Sorgen der Menschen. So fordert eine Mehrheit der Befragten in zwölf Ländern eine weltweite Einigung auf CO2-Reduktionsziele in Kopenhagen, jedoch glaub nur eine Minderheit an den Erfolg. Die Deutschen sind jedoch offenbar bereit, selbst zu handelt und zum Klimaschutz beizutragen.
  • Merkel vor US-Kongress: Schützenhilfe für Obamas Klimapolitik
    merkel; Als erster deutscher Regierungschef überhaupt durfte Merkel vor beiden Kammern des US-Kongresses sprechen. Dabei forderte sie von den US-Parlamentariern rasches Handeln beim Klimaschutz, um dem Klimagipfel im Kopenhagen zum Erfolg zu führen. Präsident Obama kann diese Schützenhilfe gut gebrauchen.
  • Klimaschutz: Frühzeitig anfangen spart langfristig Geld
    Geld Frühzeitiger und umfassender Klimaschutz kann Kosten sparen, wie aus einer aktuellen Studie hervorgeht. Denn die Kosten, um den Klimawandel aufzuhalten, würden in den nächsten Jahren deutlich ansteigen, wobei gleichzeitig auch die Erfolgschancen sinken.
  • Merkel will bei Obama für gutes Klima sorgen
    Klima Begleitet von Kritik an der deutschen Klimapolitik ist Angela Merkel in die USA gereist. In Washington will sie am Dienstag mit US-Präsident Barack Obama über die Vorbereitung des UN-Weltklimagipfels beraten, der Anfang Dezember in Kopenhagen stattfindet. Die bisherigen Ziele der USA sind wenig ehrgeizig.
  • Umweltforscher kritisieren Kurzzeit-Denken bei Klimaschutz
    CO2 Klimaforscher sehen dem Klimagipfel von Kopenhagen im Dezember mit großen Erwartungen und begrenztem Optimismus entgegen. Wissenschaftler machten am Samstag in Göttingen auf einem Klimakongress deutlich, dass energische Initiativen gegen die Erderwärmung ergriffen werden müssten, rechnen in Kopenhagen aber nicht mit einem großen Wurf.
Strompreise
Strom-Infos
Strom kündigen
Ratgeber und Infos
?>