Atom-Renaissance

USA genehmigt neue Atomreaktoren

Erstmals seit 25 Jahren wurde in den Vereinigten Staaten wieder die Errichtung von Reaktoren freigegeben. Der neu entwickelte Typ AP1000 soll den neuen Sicherheitsmaßstäben entsprechen und für 15 Jahre ans Netz gehen. Präsident Obamas Begründung ist, die Abhängigkeit von Öl und dessen Importen zu verringern.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Washington (afp/red) - Die US-Aufsichtsbehörden haben einen weiteren Schritt zum Neubau eines Atomreaktors unternommen. Die Kommission für die Nukleare Regulierung (NRC) teilte am Donnerstag mit, dass sie für eine Dauer von 15 Jahren den Reaktortyp AP1000 freigibt, weil dieser den Sicherheitsmaßstäben genüge.

Schock von 1979 sitzt noch tief

Es gibt zwei Stromkonzerne, die den Bau eines solchen Reaktors betreiben. Es wäre der erste Schritt zurück zur Atomkraft in den USA seit 25 Jahren. Das Land steht noch immer unter dem Eindruck des Reaktorunglücks von Three Mile Island in Pennsylvania von 1979, bei dem das Innere des Reaktors schmolz und größere Mengen Radioaktivität freigesetzt wurden.

South Carolina und Georgia als Standorte vorgesehen

Der letzte Reaktorneubau ging 1986 in Louisiana ans Netz. Die heutigen Neubauprojekte sind in South Carolina und Georgia vorgesehen. Der Reaktortyp AP1000 wird vom Westinghouse-Konzern angeboten, einer Tochter des japanischen Toshiba-Konzerns. US-Präsident Barack Obama hatte im Februar 2010 staatliche Kreditzusagen in Höhe von rund acht Milliarden Dollar für den Bau neuer Reaktoren gegeben. Die Atomkraft sei nötig, um die Abhängigkeit von Ölimporten zu verringern und den Ausstoß an klimaschädlichen Treibhausgasen zu drosseln, sagte Obama damals.