Erdöl

USA: Bohrungen nach Erdöl sollen überwacht werden

Der Bericht zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko liegt den US-Behörden jetzt vor. Nach Meinung der Experten muss ein unabhängiges Gremium in Zukunft die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen überwachen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Washington (red) - Der Name "Deepwater Horizon" dürfte den meisten in unguter Erinnerung sein. Die Bohrinsel vor der Südküste der USA war im vergangenen Jahr explodiert. Das dadurch entstandene Leck am Bohrloch konnte erst nach drei Monaten geschlossen werden. Eine Untersuchungskommission, die die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko untersuchte, kam jetzt zu dem Schluss, dass ein unabhängiges Gremium, zur Überwachung der Sicherheitsbestimmungen bei Bohrungen, unverzichtbar sei.

Praktiken der Erdölindustrie sollten überwacht werden

Eine ähnliche Katstrophe könne nur so in Zukunft vermieden werden. Außerdem müssten die Strafen für Regelverstöße deutlich angehoben werden. In dem 300 Seiten langen Bericht, den die Kommission jetzt im Weißen Haus vorgelegt hat, heißt es, dass die Ölkatastrophe des vergangenen Jahres eine komplette Überarbeitung der Praktiken der Erdölindustrie und die Beaufsichtigung dieser durch die Regierung notwendig gemacht habe.

US-Behörden hätten Katastrophe nicht verhindern können

Dem Bericht zufolge kam die Explosion durch Fehler bei der BP und deren Partnerunternhemen zustande. Die Behörden hingegen seien aufgrund mangelnder Durchsetzungskraft sowie wegen des Fehlens der nötigen Mittel und technischen Expertisen nicht in der Lage gewesen die Katastrophe zu verhindern. Als Folge des Unglücks strömten gut fünf Millionen Barrel Öl in den Golf von Mexiko. Die US-Regierung verklagt BP inzwischen auf Schadenersatz in Millionenhöhe.