Wirbelsturm "Sandy"

USA: AKW-Alarm und Millionen Menschen ohne Strom

Das nicht sonderlich sattelfeste US-Stromnetz hatte in mehreren Bundesstaaten dem Wirbelsturm "Sandy" nichts entgegenzusetzen; insgesamt sollen 6,5 Millionen Menschen ohne Strom sein. Zudem hat es im ältesten Atomkraftwerk der USA in Oyster Creek einen Alarm wegen Hochwassers gegeben.

Elektritität© Attila Toro / Fotolia.com

New York (red) - Seit 108 Jahren - so alt ist die New Yorker U-Bahn jetzt - habe man keine solche Katastrophe erlebt, sagte der Chef der New Yorker Verkehrsbetriebe. Insgesamt sieben Schächte seien unterspült worden, heißt es. Nicht nur in New York, sondern auch in den anderen großen Metropolen Philadelphia und Washington habe das öffentliche Leben quasi stillgestanden - nicht nur die Nahverkehrssysteme.

"Sandy" richtet immensen Schaden an

Medienberichten zufolge sollen bis zu sechseinhalb Millionen Menschen in mehreren Bundesstaaten der USA von Stromausfällen betroffen sein. In einem Umspannwerk in New York habe sich eine Explosion ereignet, in einem bereits abgeschalteten AKW 60 Kilometer vor den Toren New Yorks sei Alarm ausgelöst worden, weil der Wasserspiegel extrem anstieg. Bislang ist von 16 Toten durch den Wirbelsturm "Sandy" die Rede, die gesamten Schäden beliefen sich bis dato auf umgerechnet 15,5 Milliarden Euro.

Viele US-Meiler gelten als anfällig

Gerade aus den älteren US-Atomkraftwerken werden immer wieder Pannen vermeldet. Der Meiler in Oyster Creek war schon im Juli dieses Jahres wegen eines Stromausfalls zeitweilig heruntergefahren worden. In vier Jahren soll das AKW endgültig vom Netz gehen.