Versuch an einer Gasleitung

USA: 5 Tote bei Explosion in einem Gaskraftwerk

Bei der Explosion in einem neuen Elektrizitätswerk im US-Bundesstaat Connecticut sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Zwölf weitere seien am Sonntag bei dem Unglück während eines Versuchs an einer Gasleitung verletzt worden, so der Bürgermeister von Middletown, Sebastian Giuliano.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Middletown (afp/red) - Das Unglück habe sich während eines Versuchs an einer Gasleitung ereignet, führte Bürgermeister Giuliano bei einer Pressekonferenz aus. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass durch die Kilometer weit spürbare Explosion weitere Opfer verschüttet wurden. Einen Terrorakt schloss er aus. Ein Vertreter der Feuerwehr gab an, er könne nicht sagen, wie viele Menschen noch unter den Trümmern der Anlage verschüttet sein könnten. In dem Werk, dessen Eröffnung in den kommenden Wochen geplant war, sollten 620 Megawatt Strom mit Gasturbinen erzeugt werden.

Bis zu 50 Menschen könnten ums Leben gekommen sein

Lange hatte Unklarheit über die Zahl der Opfer geherrscht. Ein Sprecher des Middlesex-Krankenhauses in Middletown hatte gesagt, bei dem Unglück könnten bis zu 50 Menschen ums Leben gekommen sein. Ein Augenzeuge berichtete, nach dem Unglück hätten "überall Menschen" gelegen. Dutzende Rettungskräfte und etwa 20 Krankenwagen waren auf dem Werksgelände im Einsatz. Ein Krisenzentrum wurde eingerichtet, um die Rettungsarbeiten zu koordinieren. Die Polizei sperrte den Unglücksort weiträumig ab.

Die Explosion ereignete sich in der Anlage "Kleen Energy"

Die Explosion ereignete sich kurz vor 11.30 Uhr Ortszeit (17.30 Uhr MEZ) in der Anlage "Kleen Energy". Sie liegt am Connecticut River in den Außenbezirken von der rund 170 Kilometer nordöstlich von New York gelegenen Stadt Middletown, in der 43.000 Menschen leben. Über dem Werk stieg nach dem Unglück eine dichte, dunkelgraue Rauchwolke auf.

Mehrere Fensterscheiben wurden zerstört

Ein Augenzeuge berichtete, die Explosion habe mehrere Fensterscheiben in den umliegenden Häusern zerstört. Mike Woronoff, ein weiterer Augenzeuge, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er sei während der Explosion drei Kilometer von dem Elektrizitätswerk entfernt gewesen. "Ich habe gespürt, wie alles wackelte", sagte er. Freunde, die mehr als 20 Kilometer entfernt wohnten, hätten ihm am Telefon gesagt, sie hätten die Explosion dort ebenfalls gehört.